Diese beiden Erkrankungen zählen zu den Autoimmunkrankheiten. Das Immunsystem bekämpft normalerweise Eindringlinge wie Viren, Bakterien oder Parasiten, ohne dabei gesunde körpereigene Zellen anzugreifen.
Bei Autoimmunerkrankungen kann es nun dazu kommen, dass einige Immunzellen ohne ersichtlichen Grund Zellen des Körpers angreifen. Das Beschwerdebild richtet sich danach, welche Zellen genau angegriffen werden. Im Fall der Polymyositis sind es Muskelzellen, bei der Dermatomyositis werden zusätzlich noch Hautzellen geschädigt.
Es kommt auch vor, dass aus einer bereits abgelaufenen Immunreaktion gegen eingedrungene Krankheitserreger aktivierte Abwehrzellen hervorgehen, die sich dann gegen Zellen wenden, die den Eindringlingen ähneln. Es wird diskutiert, ob dieser Vorgang bei der Entstehung der Poly- und der Dermatomyositis eine Rolle spielt. Auslöser könnten bestimmte Viren sein, die eine Vielzahl von Krankheiten (unter anderem die Sommergrippe) auslösen können, die Coxsackie-Viren.
Es ist immer noch ungeklärt, in welchem Zusammenhang die Myositis zur Erkrankung „Krebs" steht. Es kommt häufig vor, dass Krebs eine Dermatomyositis oder auch eine Polymyositis auslöst (paraneoplastische Myositis).
Letzte Aktualisierung am 07.08.2009.