Im Körper finden ständig Umbauprozesse statt. Jedes Jahr werden zehn Prozent des menschlichen Skeletts ab- und wieder aufgebaut. Für den Aufbauprozess sind spezialisierte Zellen zuständig, die als Osteoblasten bezeichnet werden. Sie produzieren anorganische Substanzen, die schließlich einen großen Teil der Knochensubstanz bilden und für die Stabilität verantwortlich sind.
Der Abbau wird durch die so genannten Osteoklasten bewerkstelligt. Sie lagern sich dem Knochen an und geben bestimmte Stoffe ab. Diese lösen dann die Knochensubstanz auf und resorbieren sie (nehmen sie auf).
Normalerweise stehen Auf- und Abbau im Gleichgewicht, so dass weder ein Überschuss, noch ein Defizit entsteht. Die Krankheit Osteoporose entsteht aus einem Ungleichgewicht der beiden Vorgänge. Es wird mehr Knochen abgebaut, als in der gleichen Zeit wieder aufgebaut werden kann. Dadurch wird der Knochen unstabil und brüchig, es kommt häufiger und bei leichteren Belastungen zu Knochenbrüchen. Die Osteoporose betrifft im Allgemeinen vor allem Menschen ab 40, es können jedoch auch Jugendliche betroffen sein. Frauen erkranken häufiger als Männer.
Die Osteoporose ist durch einen Verlust an Knochenmasse gekennzeichnet, die Mineralisierung des Knochens ist jedoch im Normalfall nicht betroffen. Sie gehört zu den häufigsten Knochenerkrankungen, bei denen der Stoffwechsel des Knochens gestört ist.
Letzte Aktualisierung am 06.08.2009.