Durch einen erhöhten Aufbau oder einen verminderten Abbau bestimmter Knorpel- und Knochenzellen fällt ein Stoff namens Hydroxylapatit an. Dieser Stoff verleiht dem Knochen normalerweise seine Stabilität.
Fällt er jedoch in größerer Menge im Gelenk an, so bilden sich Kristalle, die in den Knorpel eingelagert werden und dort unter Umständen Beschwerden hervorrufen können.
Die Chondrokalzinose kann in zwei Formen eingeteilt werden.
Primäre Form
Es kommt zur Einlagerung von Kalziumpyrophosphat-Kristallen in die Knorpel von Gelenken der Extremitäten (Arme, Beine) und der Wirbelsäule. Die Ursache hierfür ist ein Enzymdefekt, der sowohl neu entstehen, als auch durch Vererbung weitergegeben werden kann.
Sekundäre Form
Diese Form betrifft vor allem die Menisken (spezielle Knorpel des Knies) und verläuft meist ohne Beschwerden zu verursachen. In manchen Fällen kommt es zur Arthritis (Gelenkentzündung). Dann zeigt sich ein ähnliches Beschwerdebild wie bei der Gicht. Im Gegensatz zur Gicht ist das Grundgelenk des großen Zehs jedoch nie betroffen.
Ursache ist eine andere Erkrankung, meist eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen, eine echte Gicht oder die Eisenspeicherkrankheit.
Letzte Aktualisierung am 07.08.2009.