Die Skleodermie (wörtliche Übersetzung: „harte Haut") ist eine chronisch- entzündliche Erkrankung des äußeren Bindegewebes, der inneren Organe und der Gefäße. Im Verlauf der Sklerodermie kommt es zu einer Entzündung der Haut, einem Verlust an Elastizität und zu Durchblutungsstörungen. Man nennt diese Form dann zirkumskripte Sklerodermie, wenn nur die Haut betroffen ist und die inneren Organe gesund sind.
Bei der so genannten fortschreitenden systemischen Sklerodermie (mit Beteiligung des inneren, die Organe umschließenden Bindegewebes) kommt es zu Funktionsstörungen von Lunge, der Speiseröhre, des Magen- Darm- Kanales, Herz und Nieren.
Die Sklerodermie ist eine rheumatische Erkrankung mit Beteiligung des Immunsystems. Die vermehrte Produktion von Bindegewebe (Fibrose) geht einher mit einer gesteigerten Kollagenproduktion, welches sich in den Gefäßen ablagert. Die Sklerodermie gehört daher zur Gruppe der sogenannten Kollagenosen.
Die Sklerodermie schränkt den Patienten sehr stark ein, kann schmerzhaft sein und zum Tode führen, wenn innere Organe beteiligt sind (besonders eine Lungenbeteiligung ist hier sehr kritisch zu betrachten). Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf und es erkranken im Schnitt ca. 6-25 Menschen von 100000, wobei Frauen häufiger betroffen sind.
Letzte Aktualisierung am 06.08.2009.