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Spinale Stenose - Therapie


Ziel der Therapie ist vor allem die Schmerzlinderung und die Verbesserung der schmerzfreien Gehstrecke

Das Stufenschema für das therapeutische Vorgehen bei einer Spinalkanalstenose sieht folgendermaßen aus:

Stufe 1
Hier erfolgt eine ambulante Therapie. Sie umfasst vor allem Beratung, Physiotherapie, schmerzstillende und/oder antientzündliche Medikamente.

Stufe 2
Die Behandlung kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Auch hier werden zunächst die gleichen Maßnahmen wie bei Stufe 1 durchgeführt, zusätzlich erfolgt eine epidurale Injektionsbehandlung.

Stufe 3
Die Behandlung wird stationär durchgeführt, da hier eine Operation erforderlich ist.Milde Formen der spinalen Stenose sollten zunächst durch konservative Maßnahmen therapiert werden.

Konservative Maßnahmen

Bei der Spinalkanalstenose sind konservative Behandlungsmöglichkeiten eigentlich wenig effektiv, weil sie die Ursache nicht beheben. Trotzdem kann man damit eine gewisse Schmerzlinderung erreichen.

Dazu gehören vor allem Krankengymnastik und gezieltes Muskelaufbautraining der Bauch- und Rückenmuskulatur. Auch eine orthetische Versorgung mit einem entlordosierenden Mieder kann zur wesentlichen Linderung beitragen.

Darüber hinaus können die Schmerzen und mögliche Schwellungen im Spinalkanal durch Arzneimittel wie Antiphlogistika oder Injektionen mit Cortison-haltigen Medikamenten in den Wirbelkanal, häufig gebessert werden.

Wenn diese Maßnahmen zu keinem Erfolg führen, so sollte man einen chirurgischen Eingriff in Erwägung ziehen.

Chirurgische Maßnahmen

Vor dem operativen Eingriff informieren die behandelnden Ärzte über allgemeine und spezielle Risiken der Operation und klären die Patienten auf. In der Regel wird in Allgemeinnarkose, seltener in Spinalanästhesie, durch einen Schnitt am Rücken des Patienten operiert. Die Länge des Schnitts ist abhängig davon, ob eine Einengung in einer oder mehreren Etagen besteht. Die Rückenmuskeln werden von der Wirbelsäule abgeschoben, um einen guten Überblick zu erhalten.

Zunächst wird der zu operierende Bereich mit Hilfe eines Röntgengerätes identifiziert. Anschließend werden Teile des Wirbels und/oder andere einengende Strukturen wie Knochenwülste entfernt und dadurch der verengte Spinalkanal wieder geweitet. Unter Umständen können zusätzlich stabilisierende Maßnahmen erforderlich werden, die bestimmte Wirbelsäulenabschnitte, z.B. durch Schrauben, Platten oder Knochenimplantaten, versteifen.

Rein funktionelle spinale Stenosen werden durch die Implantation eines so genannten interspinösen Spacers therapiert. Der Eingriff ist minimalinvasiv und kann sogar in örtlicher Betäubung, über einen kleinen Hautschnitt, durchgeführt werden.

Meistens ist die spinale Enge jedoch so stark ausgeprägt, dass die neuralen Strukturen direkt entlastet werden müssen. Dies ist nur mit mikrochirurgischen Maßnahmen möglich.
Therapie der Wahl ist hierbei die mikrochirurgische Entlastung (Dekompression).

Hier werden sämtliche einengende Strukturen entfernt und dadurch die Nervenwurzeln entlastet.

Um die Stabilität des Bewegungssegmentes nicht zu gefährden, ist eine schonende Vorgehensweise erforderlich.

In der Regel bessern sich die Symptome deutlich direkt nach der Operation, durch die Entlastung der Nerven. Trotzdem kann es natürlich auch passieren, dass z.B. noch Muskelschwächen oder Empfindungsstörungen bestehen, die sich nur langsam oder in einzelnen Fällen sogar gar nicht mehr bessern.

Nach der Operation kann man vorsichtig mit einer Krankengymnastik beginnen, um den Heilungsverlauf zu unterstützen. Außerdem ist es sinnvoll, schmerzlindernde oder muskelentspannende Medikamente einzunehmen, um Schmerzen oder Muskelverspannungen zu vermeiden.

Zudem entscheidet der Operateur bei jedem Patienten individuell, ob er für die ersten Wochen nach der Operation, das Tragen eines unterstützenden orthopädischen Mieders bzw. einer Halskrawatte für notwendig hält.
Die Patienten bleiben in der Regel nach der Operation noch für 7 bis 10 Tage in der Klinik, da täglich Verbandswechsel und Wundinspektion erforderlich sind. Am 10. Tag werden meistens die Wundfäden entfernt.

Je nach Gesundheitszustand des Patienten, kann der Patient nach der Entlassung aus dem Krankenhaus in eine Rehabilitationsklinik überwiesen werden oder zur ambulanten Weiterbetreuung sich zum Hausarzt begeben. Die Nachbehandlung besteht in beiden Fällen in körperlicher Schonung, Krankengymnastik und evtl. der Einnahme von Medikamenten.

 


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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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