In Deutschland lässt sich die Hälfte aller Wirbelsäulenverletzungen auf Unfälle im Straßenverkehr zurückführen. Ein Viertel entsteht durch sportliche Aktivität wie Reiten oder Skifahren und der Rest durch Stürze, Haushalts- und Arbeitsunfälle, sowie direkte Traumata.
Voraussetzung ist die Einwirkung großer Kräfte, oder aber die Vorschädigung durch andere Erkrankungen, z.B. Tumormetastasen. Ist der Wirbelknochen bereits vorgeschädigt, so reichen schon Alltagsbelastungen aus, um die Brüche auszulösen. Die Belastbarkeit des Knochens wird durch die zugrunde liegende Erkrankung erheblich geschwächt.
Zu den häufigsten Ursachen von Wirbelbrüchen gehören:
- Direkte Gewalteinwirkung, z.B. durch Sturz, Schlag oder Stoß
- Indirekte Gewalteinwirkung, z.B. durch Überstreckung oder Überbeugung. Hier wird die von außen einwirkende Kraft fortgeleitet und der Wirbelkörper mittelbar verletzt.
- Osteoporose: Nimmt die Knochendichte auf unter 40 Prozent des Normwertes ab, so besteht die Gefahr von Spontanbrüchen.
- rheumatische Erkrankungen
- Knochentumoren oder Skelettmetastasen
- Knochenentzündung (Osteitis)
- Osteomalazie
Bei 20 Prozent der Patienten sind zwei oder mehr Wirbelkörper betroffen.
Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.