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Synthetische Schlafmittel


Schlafmittel, die chemisch hergestellt werden

Es gibt einige Substanzgruppen von chemischen Schlafmitteln. In der Regel handelt es sich um verschreibungspflichtige Medikamente.

Benzodiazepine und ähnlich wirkende Medikamente

Benzodiazepine sind Medikamente, die je nach Wirkstoff eine beruhigende bis schlafanstoßende Wirkung aufweisen. Es finden sich viele verschiedene Benzodiazepine auf dem Markt. Beispiele sind Lorazepam, Flunitrazepam, Diazepam, Temazepam, Lormetazepam und Brotizolam. Auf ähnliche Weise wirksame Medikamente sind Zolpidem, Zopiclon und Zaleplon. Sie weisen aber einen anderen Aufbau auf als die Benzodiazepine. Vor allem Benzodiazepine selbst können zur Gewöhnung und Abhängigkeit führen. Die Präparate sollten daher höchstens über zwei Wochen und nur unter bestimmten Umständen angewendet werden. Ebenso kann es zu einer ganzen Reihe weiterer Nebenwirkungen kommen.

Chloralhydrat

Chloralhydrat übt auf das zentrale Nervensystem eine dämpfende Wirkung aus und ist daher schlaffördernd. Auch Chloralhydrat hat gewisse Nebenwirkungen, beispielsweise kann es zu einer Allergie kommen. Es sollte ebenso nicht länger als 2 Wochen eingenommen werden, da es zur Abhängigkeit kommen kann.

Antihistaminika

Antihistaminika, z. B. Doxylamin und Diphenhydramin, werden eigentlich zur Bekämpfung von allergischen Reaktionen verwendet. Sie führen aber auch zur Müdigkeit und finden deshalb auch als Schlafmittel Anwendung. Da sich bereits nach kurzer Zeit ein Gewöhnungseffekt bemerkbar macht, sollte die Einnahme nach spätestens drei Tagen pausiert oder beendet werden. Neben- und Wechselwirkungen sowie Gegenanzeigen sollten beachtet werden.

Neuroleptika

Neuroleptika sind Medikamente, mit denen Psychosen (z. B. Schizophrenie) und andere psychiatrische Erkrankungen behandelt werden. Sie können z. B. bei Erregungszuständen, Wahn oder Halluzinationen den Schlaf unterstützen, werden aber bei psychisch gesunden Personen nicht eingesetzt.

Antidepressiva

Antidepressiva, also Medikamente gegen Depression, haben unterschiedliche Wirkungen und können bei depressiven Patienten den Schlaf fördern.

Melatonin

Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das der Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus dient und vermehrt nachts beziehungsweise im Dunkeln ausgeschüttet wird. Es wird bisweilen bei äußeren Störungen der inneren Uhr, z. B. durch den Jetlag (Überquerung mehrerer Zeitzonen), oder bei anderen Schlafstörungen angewendet. In Deutschland hat Melatonin keine Zulassung.

Barbiturate

Barbiturate sind Schlafmittel mit teilweise schweren Nebenwirkungen, die heutzutage praktisch nicht mehr eingesetzt werden.

Hinweis

Dieser Artikel soll nur einen Überblick über verschiedene Medikamente bieten. Es bestehen jeweils unterschiedliche Nebenwirkungen, die hier nicht alle einzeln aufgeführt werden können. Ebenso kann es jeweils spezielle Gegenanzeigen geben, so dass nicht alle Menschen das Mittel gefahrlos einnehmen können.

 


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Letzte Aktualisierung am 05.12.2008.

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