Eine Schlafmittelvergiftung entsteht durch die Einnahme zu großer Mengen schlaffördernder oder beruhigender Medikamente. Oft geschieht dies in suizidaler Absicht, aber auch die gleichzeitige Einnahme von Schlafmitteln und Alkohol kann die Wirkung der Schlafmittel vervielfachen. Symptome einer Schlafmittelvergiftung sind zwar auch von der Art des übermäßig eingenommenen Medikaments abhängig (meist Medikamente aus der Gruppe der Benzodiazepine), doch sind die Patienten in der Regel zunächst schläfrig, es kommt zu Übelkeit und Erbrechen, die Muskeln werden schwächer und das Gehen fällt schwer. Bei schweren Schlafmittelvergiftungen kann es zu Bewusstlosigkeit, Erniedrigung des Blutdrucks und der Herzfrequenz sowie zu Atmungsstörungen kommen.
Schlafmittelvergiftungen sind kein seltenes Problem, etwa zehn Prozent der Notarzteinsätze sind auf Vergiftungen zurückzuführen, wobei die übermäßige Schlafmitteleinnahme neben der übermäßigen Einnahme von Psychopharmaka an oberster Stelle steht. Schlafmittelvergiftungen kommen insbesondere bei Jugendlichen und älteren Menschen vor.