Die Gründe für Schlafstörungen im Alter sind auch wie in jüngeren Jahren ganz unterschiedlich. Einige Umstände sind jedoch für ältere Menschen typisch. Der ohnehin kürzere und weniger tiefe Schlaf wirkt sich noch zusätzlich problematisch aus.
Ältere Leute verlieren durch den Austritt aus dem Berufsleben einen äußeren Lebensrhythmus, der zuvor für einen geregelten Tagesablauf mit festen Schlafzeiten gesorgt hat. Sie verlieren durch das Ende der Arbeit oft auch einen hauptsächlichen Sinn im Leben. Soziale Kontakte verringern sich häufig. Auch die Kinder sind in vielen Fällen schon längst ausgezogen. Es gibt häufig nicht mehr genug Aufgaben, um den Tag befriedigend auszufüllen. Zudem besteht die Gefahr von Todesfällen des Ehepartners oder von Freunden sowie die Angst vor dem eigenen Tod. All dies führt zu psychischen Belastungen, die sich auch auf den Schlaf auswirken.
Schlafstörungen von alten Menschen bestehen nicht selten schon über Jahrzehnte. Die chronisch gewordenen Störungen lassen dann oft keine Rückschlüsse mehr auf eine Ursache zu. Der Betroffene hat dann manchmal schon viele verschiedene Ärzte aufgesucht, die kein Heilmittel für die Schlafprobleme finden konnten, und es mit diversen Schlafmedikamenten probiert.
Ein häufiger Grund für Schlafstörungen sind bei alten Menschen bestimmte Krankheiten. Den Schlaf behindern können Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Leiden, Erkrankungen mit Schmerzen, Atemprobleme, Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes mellitus), Krankheiten mit juckender Haut sowie seelische Erkrankungen (z. B. Depression).
Die Einnahme von Arzneimitteln kann ebenfalls zu Schlafstörungen führen. Paradoxerweise können sogar manche Schlafmittel bedingen, dass der Betroffene nicht einschlafen kann.