Bei einer Einschlafstörung liegt der Betroffene abends und nachts sehr lange wach. Es ist ihm nur nach langer Zeit möglich, einzuschlafen. Zuvor wälzt der Betroffene sich buchstäblich im Bett hin und her und versucht oft krampfhaft, Schlaf zu finden. Definitionsgemäß dauert es an 4 oder mehr Tagen in der Woche länger als eine halbe Stunde, bis der Betroffene einschläft. Eine Durchschlafstörung äußert sich dementsprechend darin, dass der Patient häufig aufwacht und dann oftmals nicht wieder einschlafen kann. Bei beiden Formen der Schlafstörung ist die Schlafdauer zu kurz und oft auch die Schlafqualität herabgesetzt.
Neben dem oft quälenden nächtlichen Wachliegen kommt es natürlich auch dazu, dass der Betroffene tagsüber müde ist. Die Leistungsfähigkeit und die Konzentration ist vermindert. Gerade auch am Tag schläft der Betroffene dann nicht selten ein. Auf der Arbeit oder im Verkehr kann dieser Schlaf (z. B. der „Sekundenschlaf") ernste Konsequenzen haben, z. B. wenn es zu Unfällen kommt. Auch bei anderen Gelegenheiten, bei denen der Druck zu schlafen nicht besteht, schläft der Betroffene manchmal ein, z. B. beim Fernsehen. Es ist aber auch oft so, dass der Patient auch tagsüber nicht einschlafen kann.
Die Beschwerden können über lange Zeit bestehen bleiben und somit chronisch werden. Sie können sich selbst weiter verstärken durch die Angst, nicht einschlafen zu können. Es kann ein regelrechter Teufelskreis bestehen. Bei deutlichem langfristigem Schlafmangel kann es zu einigen gesundheitlichen und psychischen Problemen kommen.