Die Ursache für das Schlafwandeln ist in den meisten Fällen unbekannt. Bei Kindern kommt das Schlafwandeln wesentlich häufiger vor als bei Erwachsenen, das Maximum findet sich zwischen 6 und 12 Jahren. Es kann aber manchmal auch erst im Erwachsenenalter neu auftreten. Es wird vermutet, dass vererbbare Faktoren beim Schlafwandeln eine Rolle spielen, da die Störung in einigen Familien gehäuft auftritt. Bei Kindern kommt das Schlafwandeln wohl dadurch zustande, dass das Gehirn noch nicht vollständig ausgereift ist. Daher verschwindet die Störung sehr häufig in der Zeit der Pubertät. Bei Erwachsenen können manchmal psychische Störungen die Ursache für das Schlafwandeln sein.
In der Regel befindet sich der Schlafwandler in einer Tiefschlafphase im ersten Drittel der Nacht. Der Schlafwandler befindet sich in einem Zustand, in dem das Gehirn schläft, die Muskeln aber bewegt werden können. Auslösende Faktoren können vorheriger Schlafmangel, Fieber, Alkohol, Drogen und Medikamente sein. Manchmal bestehen auch äußere Reize wie helle Lichter oder Geräusche, die den Schlafenden zum Schlafwandeln bewegen, da er gewissermaßen unvollständig erwacht.