Während des Schlafes entspannt sich die Muskulatur im Nasen- und Rachenbereich. Dadurch geraten die Weichteile in den oberen Luftwegen in den Luftstrom und vibrieren bei jedem Atemzug. Das betrifft insbesondere das Gaumensegel, aber auch den Zungengrund.
Das Schnarchen wird begünstigt, wenn die oberen Atemwege verengt sind. Dies ist unter anderem bei Nasenpolypen, vergrößerten Mandeln, einer Nasenscheidewandverkrümmung oder einer großen Zunge der Fall. Infekte der Atemwege oder Heuschnupfen sind weitere mögliche Ursachen. Bei Übergewicht sind die oberen Luftwege ebenfalls verengt, da sich vermehrt Fett im Gewebe ablagert.
Verstärkend auf das Schnarchen wirkt sich ebenso aus, wenn die Muskulatur besonders erschlafft. Dies ist im Alter der Fall, daher kommt Schnarchen bei älteren Personen häufiger vor. Auch Alkohol führt zur Muskelerschlaffung und verstärkt somit die Schnarchgeräusche, ebenso einige Beruhigungs- und Schlafmittel.
Besonders stark wird geschnarcht, wenn der Schlafende auf dem Rücken liegt. Das liegt daran, dass sich Unterkiefer und Zunge nach hinten verlagern und so die Atemwege noch etwas mehr verengen.
Es schnarchen mehr Männer als Frauen. Wissenschaftler vermuten daher, dass Geschlechtshormone bei der Entstehung oder Verhinderung von Schnarchen eine Rolle spielen.