Auch über viele Funktionen des Traumes wird bisher nur spekuliert. Manche Wissenschaftler nehmen an, dass der Traum an sich gar keinen bestimmten Zweck erfüllt. Es gilt aber als sehr wahrscheinlich, dass durch das Träumen das Gedächtnis gefestigt wird. Entsprechend scheint der Traum für die Entwicklung des Gehirns im Kindesalter von großer Bedeutung zu sein. Der Traum scheint auch der Erholung zu dienen, möglicherweise werden nicht mehr benötigte Erinnerungen aus dem Gehirn gelöscht.
Es ist anzunehmen, dass die Träume auch eine psychologische Funktion haben. Sigmund Freud hatte als Begründer der modernen Traumpsychologie die Auffassung, dass in den Träumen unbewusste Wünsche zum Ausdruck kommen, die im Wachleben unterdrückt werden. Später führte Carl Gustav Jung diese Idee weiter und behauptete, dass bei jedem Menschen individuell unterschiedliche Trauminhalte vorkommen, die jeweils zusammenhängend und im Bezug auf die Persönlichkeit interpretiert werden können. Träume haben auch einen Anteil an der Persönlichkeitsbildung. Andere Wissenschaftler aus der Neurophysiologie (Lehre der Funktionen des Nervensystems) sind wiederum der Meinung, dass Träume keinen besonderen psychologischen Zusammenhang besitzen. Sicher ist, dass ein Schlafmangel beziehungsweise Traummangel psychische und körperliche Probleme nach sich zieht.