Neben diesen technischen Problemen hat die Zeitumstellung auch eine gewisse Auswirkung auf den Menschen und seine innere Uhr. Diese ist für einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus programmiert. Durch das Wegnehmen oder Hinzufügen einer Stunde wird der Rhythmus von außen verschoben. Es kommt zu Symptomen, die denen bei einem so genannten Jetlag (schnelles Überqueren von Zeitzonen mit dem Flugzeug) entsprechen können. Bei der Umstellung im Frühjahr kommt ein Mensch zur gesetzlichen Zeit schwerer aus dem Bett, leidet vormittags unter Müdigkeit, kann aber abends schlecht einschlafen. Es kommt sogar zu einer Häufung von Verkehrsunfällen am Montag nach der Zeitumstellung. Die Umstellung im Herbst verläuft meist weniger gravierend, da die innere Uhr des Menschen gewöhnlicherweise einen Rhythmus von 25 Stunden aufweist und dies jenem verlängerten Tag entspricht.
Die Gewöhnung an die neue Zeit ist individuell unterschiedlich. Manchen Menschen macht die Umstellung nichts aus, viele brauchen einen oder wenige Tage Eingewöhnungszeit, bis sich der innere Rhythmus angepasst hat. Besonders empfindliche Menschen können bis zu ein oder zwei Wochen benötigen, um die innere der äußeren Uhr anzugleichen. Bei Patienten, die Probleme mit Schlafstörungen haben, kann die Gewöhnung an die Sommerzeit oder Winterzeit stark erschwert sein. Die Therapie der Schlafprobleme wird behindert. Längerfristige gesundheitliche Schäden sind durch die Umstellung jedoch nicht zu befürchten.