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Wenn Diäten nicht mehr helfen

Lesezeit: 3 Min.

Operationen zur Gewichtsreduktion

Wenn Diäten nicht mehr helfen
Wenn Diäten nicht mehr helfen

Immer mehr Menschen sind zu dick und damit ist nicht die eine oder andere Speckrolle gemeint, die man sich mal eben über Weihnachten und Silvester anfuttert. Ein kleines Zuviel an Gewicht lässt sich ohne große Mühe wieder ausgleichen. Damit aber aus dem einen Pfund nicht mehrere Kilos werden, sollte rechtzeitig vorgebeugt werden. Übergewicht kann zu einer seelischen Belastung werden, noch schlimmer ist das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und mehr zu erkranken.

Warum sind einige Menschen dicker als andere?

Die Gründe für Übergewicht sind sehr vielfältig. In erster Linie wird eine ungünstige Kalorienbilanz dafür verantwortlich gemacht. Die heutige Ernährung bzw. die Lebensmittel-Vielfalt ist zu reichhaltig für das Maß an Bewegung, das uns Menschen abgefordert wird. Wer dazu noch die entsprechende Veranlagung besitzt, kann über die Jahre ordentlich an Gewicht zulegen. Verzweifelte Versuche, diese Kilos mit Diäten zu bekämpfen, scheitern in den meisten Fällen und erhöhen durch den Jo-Jo-Effekt das Körpergewicht noch mehr. Wer eine solche Diät-Karriere macht, denkt schließlich verzweifelt daran, sich einfach unters Messer zu legen, um damit den überflüssigen Pfunden den Kampf anzusagen.

Operative Eingriffe gegen Übergewicht - sind sie der Schlüssel zum Glück?

Es erscheint vielen Betroffenen als die ultimative Lösung, sich über einen operativen Eingriff „verschlanken“ zu lassen. Doch auch nach der Operation geht der Kampf gegen die Pfunde weiter. Nicht nur das tägliche Essen wird ganz anders sein, es werden je nach Höhe des Übergewichtes auch ästhetische Operationen erforderlich werden. Überschüssiges Gewebe und Hautfalten, die durch die Gewichtsreduktion übrig bleiben, müssen beseitigt werden.

Welche operativen Möglichkeiten gibt es?

Unter den möglichen Operationstechniken der Adipositas-Chirurgie ist die Magenverkleinerung die Bekannteste. Ein kleinerer Magen ist schneller mit Nahrung gefüllt, womit die Zahl der Kalorien und Nährstoffe begrenzt ist. Um das zu erreichen, wird oftmals ein sogenanntes Magenband angelegt, was mit einem Gürtel verglichen werden kann. Im oberen kleinen Teil wird nur eine kleine Menge Nahrung aufgenommen und hinterlässt schnell ein Sättigungsgefühl. Durch die Verengung rutscht die Nahrung nur langsam in die darunterliegende Hälfte des Magens. Menschen mit Magenband müssen diszipliniert sein, gesund essen und Sport treiben. Wer sich weiter nur von Dickmachern ernährt, wird langfristig keinen Abnehmerfolg verzeichnen können.

Eine andere Art der Magenverkleinerung ist die Umformung des beutelförmigen Magens zu einem Schlauchmagen (Sleeve-Gastrektomie). Diese Methode ist radikaler als das Magenband, denn es wird ein Teil des Magens entfernt, sodass dieser nur noch als schlauchförmiges Organ erhalten bleibt. Es kann auch ein Magenbypass durchgeführt werden. Bei dieser Operation wird der Darmbereich so umgebaut, dass er wesentlich weniger Nährstoffe aufnimmt. Vom Magen wird ein kleiner Vormagen abgeteilt und mit dem Dünndarm verbunden. Dadurch wird der Zwölffingerdarm umgangen, der jedoch mit dem Dünndarm verbunden bleibt, um die Verdauungssäfte aus Galle und Bauspeicheldrüse weiterleiten zu können.

Lieber doch kein operativer Eingriff – dann vielleicht so?

Die Kosten für diese sogenannten bariatrischen Eingriffe werden nur in wenigen Fällen von den Krankenkassen übernommen. Nur wer bestimmte Voraussetzungen erfüllt, kann auf die Bewilligung seines Antrags auf Kostenübernahme hoffen. Ein entscheidender Faktor ist die Selbstdisziplin, die wie bereits erwähnt, auch nach einer solchen Operation noch notwendig ist. Warum also nicht zunächst einmal selbst den Abnehmprozess erfolgreich angehen, schließlich gibt es auch dafür erfolgversprechende Methoden.

Die Basis dafür ist die gesunde und ausgewogene Ernährung sowie eine Veränderung der Lebensgewohnheiten. Wer sich darüber im Klaren ist, kann so langfristig Gewicht verlieren. Je mehr Pfunde purzeln, desto größer ist der Ansporn, noch mehr zu schaffen. Doch viel Obst und Gemüse sind gesund und Vollkornprodukte halten länger satt, aber oft ist es immer noch schwierig, einen Anfang zu finden. Hier können zur Unterstützung beispielsweise Schlankheitsmittel wie formoline L112 eingesetzt werden, um einen Teil der Kalorienmenge einzusparen. Es wird ganz einfach zur fettreichsten Mahlzeit des Tages eingenommen und kann dann ohne großen Vorbereitungsaufwand wirken. Diese Tabletten hindern das Fett in der Nahrung daran, vom Körper aufgenommen zu werden, weil sie Wirkstoffe besitzen, die das Fett binden und es mit der Verdauung wieder ausscheiden. Das ist nicht nur effektiv bei der Behandlung von Übergewicht oder bei der Gewichtskontrolle. Zusätzlich lässt sich mit diesem Schlankheitsmittel die Cholesterinaufnahme aus der Nahrung reduzieren.

Aber auch diese Präparate sollten nicht, wie auch die Methode der Magenverkleinerung, ohne eine Veränderung der Lebensweise durch ausreichend Bewegung und Sport genutzt werden.

S. Loevenich Sonja Lövenich
Gesundheitsredakteurin

verfasst am 12.04.2016
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