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Gefragt wie nie - Brustvergrösserung durch Implantate

Lesezeit: 3 Min.

Die Brustvergrösserung ist die häufigste Schönheitsoperation und sollte im Vorfeld gut durchdacht werden

Brustvergrösserung durch Implantate
Brustvergrösserung durch Implantate

Nicht nur schön soll er sein, sondern auch die richtige Größe haben: der Busen. Die Brustvergrösserung ist nach dem Skandal im Jahre 2010 wieder für viele Frauen ein Thema, sagt die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC). Die Tendenz ist steigend, mehr als 17 Prozent der befragten Damen wollen sich ihren Wunschbusen durch Implantate ermöglichen.

Eine Frau, die sich die Brust vergrößern lässt, hat sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Immerhin handelt es sich um eine Operation mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Außerdem ist ein solcher Eingriff nicht gerade billig, und er wird nicht von der Krankenkasse bezahlt. Die meisten Frauen, die sich Implantate in die Brust einsetzen lassen möchten, bevorzugen immer mehr die sanftere Methode. Das heißt, es wird darauf geachtet, dass die Größe des Implantats so ausgewählt wird, dass die Brust anschließend noch natürlich aussieht. Oder sie wählen die Möglichkeit, die Brustvergrösserung mit Eigenfett durchführen zu lassen.

Die verschiedenen Möglichkeiten der Brustvergrösserung

Immer noch ist die Brustvergrösserung mit Implantaten die beliebteste Schönheitsoperation in Deutschland. 2015 stieg die Nachfrage erstmals wieder an, auch die Verwendung von Eigenfett wird immer häufiger in Erwägung gezogen. Die Brustvergrösserung durch Implantate bietet verschiedene Varianten. Nicht nur die Größe des Implantates spielt eine Rolle, sondern auch die Art und Weise, wie das Implantat in die Brust eingesetzt wird.

Operationsmethoden

Bei den meisten Brustvergrösserungen – ob durch Implantate oder durch Eigenfett – ist eine Operation mit Vollnarkose und anschließendem stationären Aufenthalt für wenige Tage notwendig. Dadurch soll nicht nur die allgemeine Gesundheit der Patientin überwacht werden, sondern auch die Gefahr einer Komplikation vermieden werden.

Weil es 2010 den Skandal um die mit Industriesilikon gefüllten Implantate der französischen Firma PIP gegeben hat, werden sie mittlerweile noch stabiler produziert. Frauen, die sich heute Implantate einsetzen lassen, erhalten heute besonders gut kontrollierte Produkte. Trotzdem bleibt das Operationsrisiko erhalten, denn wie jede andere Operation ist auch diese ein Eingriff in den Körper.

Wie bei vielen anderen Schönheitsoperationen wird auch bei der Brustvergrösserung stets an verbesserten Operationstechniken gearbeitet. Vor allem die Länge des Hautschnittes wird von Frauen gefürchtet, birgt er doch anschließend die Gefahr unschöner Narbenbildung. Der Chirurg setzt den Schnitt jedoch möglichst unauffällig, meistens in der Hautfalte unter der Brust oder in der Achselhöhle. Manchmal sieht der Arzt es als besser an, am Rand der Brustwarze vorbeizuschneiden. Seine Entscheidung dafür fällt er sowohl in Abhängigkeit der anatomischen Verhältnisse, als auch vom gewünschten Ergebnis.

Gerade dabei sollten Frauen nicht zu übermütig mit ihren Wünschen werden. Es ist unerlässlich, das Implantat sowohl von der Größe, als auch von der Form auf die individuelle Anatomie abzustimmen. Nicht nur die Form des Brustkorbs, sondern vor allem die Elastizität der Haut und die Konsistenz der Brustdrüse muss beachtet werden, damit das Gesamtbild ästhetisch aussieht. Implantate gibt es in einer Größenordnung zwischen 80 und 600 ml Inhalt, durchschnittlich werden Größen von 250-300 Milliliter eingesetzt.

Das Material der Implantate

Die Oberfläche der Implantate ist heute nahezu ausschließlich texturiert, also angeraut. Diese werden häufiger eingesetzt, als die glatten Materialien. Sinn der rauen Oberfläche ist es, dass das Implantat sich besser mit dem Gewebe der Brust verbindet. Das ist wichtig, um die Kapselbildung zu vermeiden. Die Kapselfibrose ist eine gefürchtete Komplikation ist und zum Entfernen des Implantats führen kann. Aber auch diese Art Material kann es nicht vollkommen verhindern.Brustvergroesserung mit Implantaten

Als Inhalt wird nahezu ausschließlich Silikon bzw. vernetztes Silikongel verwendet. Es fühlt sich heute an wie das Material von Fruchtgummi und ist längst nicht mehr dickflüssig, wie es noch vor Jahren war. Das vernetzte Silikongel ist außerdem sicherer und würde bei einer Verletzung der Hülle nicht gleich auslaufen.

Mögliche Komplikationen bei der Operation

Bei der Brustvergrösserung durch Implantate gibt es unterschiedliche Komplikationen oder Risiken. Da wäre die Narkose, die für jeden Menschen ein Risiko darstellt. Aber auch während oder nach der Operation können Probleme auftauchen. Kurz nach der OP sind Nachblutungen möglich oder es kommt zu Wundheilungsstörungen.

Ein neuer Busen dank Implantate: Vor- oder Nachteile durch diesen Eingriff

Frauen, die sich Brustimplantate einsetzen lassen, haben dafür natürlich einen guten Grund. Den meisten ist die Brust zu klein und bei einigen ist sie noch nicht groß genug. Die meisten Frauen, die sich einer solchen Operation unterziehen, sind über 40 Jahre alt. In diesem Alter kommt es häufiger vor, dass das Brustgewebe erschlafft ist, was durch Schwangerschaften und Stillzeiten gefördert wird. Auch starke Gewichtsabnahmen durch Diäten oder bedingt durch Hormonschwankungen können Brüste erschlaffen.

Wird bei der Wahl der Größe des Implantats zu hoch gegriffen, kann es später besonders leicht zu Komplikationen kommen. Außerdem leidet das Aussehen darunter und eine prall gefüllte Brust fühlt sich weder natürlich an, noch sieht sie natürlich aus. Ein verantwortungsbewusster Chirurg wird von einem zu üppigen Implantat abraten und die Patientin im Vorgespräch auf die mögliche Problematik hinweisen.

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S. Loevenich Sonja Lövenich
Gesundheitsredakteurin

verfasst am 04.05.2016
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