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Augenlidzucken: Warum zuckt das Augenlid?

Lesezeit: 2 Min.

Augenlidzucken: Warum zuckt das Augenlid?
Augenlidzucken: Warum zuckt das Augenlid?

Viele Menschen kennen dieses unangenehme Gefühl, wenn das Augenlid unkontrolliert zu zucken anfängt. Ein regelmäßiger Lidschlag ist wichtig, um den natürlichen Tränenfilm des Auges zu erhalten. Das nervöse Augenlidzucken hingegen, auch Faszikulation genannt, ist störend und sollte nicht chronisch werden. Oft beginnt das Augenlidzucken ganz plötzlich. Von den Betroffenen wird es überwiegend als aufdringlich und störend empfunden, während die Umgebung selten etwas davon mitkriegt. Doch stört es die Sicht und mitunter auch die Konzentration.

Was löst das Augenlidzucken aus?

Wer den Begriff "Augenlidzucken" bei Google eintippt, stößt auf Diagnosen wie "Hirntumor" oder "drohende Gesichtslähmung". Tatsächlich sind die Ursachen für das Flattern des Auges in den meisten Fällen jedoch völlig harmlos. Wie das Informationsportal blickcheck.de informiert, ist ein zuckendes Augenlid überwiegend auf Stress, ermüdete Augen, zu viel Koffein oder Schlafmangel zurückzuführen. Die Nerven oder Muskeln im Auge sind schlicht überanstrengt, was das unkontrollierte Zucken auslöst. Auch Bluthochdruck kann die Nerven durcheinanderbringen. Bei Bluthochdruck weiten sich die Arterien im Körper, der Abstand zwischen pulsierenden Adern und Nerven verringert sich, sodass sie sich mitunter berühren. Der Nerv gibt dann unsinnige Impulse an die Muskeln weiter, das Auge flattert kurz. Außerdem kann die Psyche eine Rolle spielen: Angst, Nervosität und innere Unruhe können das Symptom verstärken. Lässt die psychische Anspannung nach, verschwindet das Augenlidzucken meist von ganz allein wieder. Weitere Auslöser können sein:

  • Magnesium- oder Kalziummangel
  • Bindehautentzündung
  • Entzündung des Lidrands
  • Allergien
  • kleine Hornhautabschürfungen, zum Beispiel durch Kontaktlinsen
  • Fremdkörper im Auge

"Die gelegentliche Unruhe eines Lides ist nichts Besonderes", beruhigt Prof. Wolfgang Jost auf rp-online.de. Dauert permanentes Lidzucken länger als einige Tage an und verschlimmert es sich außerdem sogar, kann in seltenen Fällen eine ernsthafte Erkrankung dahinter stecken, etwa neurologische Störungen oder Multiple Sklerose. Deswegen sollte man in solch einem Fall sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen, um schwerwiegende Krankheiten ausschließen zu können – das trägt auch zur nervlichen Beruhigung bei.

Was lässt sich gegen das Augenlidzucken tun?

Unterdrücken lässt sich das Augenflattern leider nicht, was aber auch nicht weiter schlimm ist. Denn es ist in etwa vergleichbar mit dem Kribbeln in den Fingerspitzen, wenn man sich beispielsweise gestoßen hat: Die Nerven sind lediglich ein wenig gereizt. Da die Ursachen ganz verschieden sein können, sind auch die Mittel gegen das Augenlidzucken sehr unterschiedlich. Bei Stress und psychischer Belastung reicht es oft schon aus, mehr zu schlafen, sich regelmäßig zu bewegen und bewusst Pausen sowie Entspannungsübungen in den Alltag zu integrieren. Chronische Anspannung lässt sich beispielsweise durch Yoga, Meditation oder Autogenes Training lindern. All diese Maßnahmen beugen auch der Wiederkehr des unangenehmen Augenlidzuckens vor. Lautet die Ursache Magnesiummangel, sollte man verstärkt Magnesium-Lieferanten wie Nüsse oder Hülsenfrüchte essen - am besten jeden Tag. Schüßler-Salze oder Nahrungsergänzungsmittel mit hohem Magnesiumgehalt können ebenfalls helfen.

Letzte Aktualisierung am 13.01.2017.
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