Bei der leichten Form des Aszites reicht es häufig schon aus, dass sich die Patienten salzarm ernähren und täglich maximal 1,2 bis 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.
Als ausschwemmende Medikamente können Diuretika wie Spironolacton oder Furosemid eingesetzt werden, die die Flüssigkeitsausscheidung über die Nieren fördern. Schwere Formen, die sich nicht durch Medikamente behandeln lassen, erfordern ein Absaugen (Punktion, Parazentese) der freien Flüssigkeit zusätzlich zur Gabe eiweißreicher Infusionen und Diuretika.
Als weitere Maßnahmen bei Aszites durch Erkrankungen, die sich nicht oder nur schwer behandeln lassen, können Verbindungen zwischen der Pfortader und der unteren Hohlvene des Herzens operativ eingesetzt werden. Man nennt diese Verbindung einen transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunt (TIPS). Dadurch muss das Blut nicht vollständig durch die Leber fließen, falls diese durch eine Erkrankung geschädigt und die Gefäße verlegt sind. Allerdings ist diese Maßnahme mit einigen schwerwiegenden Komplikationen verknüpft, sodass sie nur ein Einzelfällen angewendet wird.
Ein peritoneovenöser Shunt (PVS) ist ein künstlicher Kanal, über den die freie Flüssigkeit im Bauchraum in die obere Hohlvene zum Herzen geleitet wird. Auch diese Methode hat zum Teil gefährliche Komplikationen.
Bei schwersten, nicht reversiblen Leberschäden muss unter Umständen eine Lebertransplantation in Erwägung gezogen werden.
Letzte Aktualisierung am 09.11.2009.