Der Aszites ist Zeichen einer schwerwiegenden Erkrankung, jedoch für den Betroffenen meist schwer zu erkennen. Im Bauchumfang macht sich die Wasseransammlung erst ab mehr als zwei Litern freie Flüssigkeit bemerkbar, wobei auch eine Zunahme des Bauchvolumens auch nur wenige Patienten zum Arzt führt. Erst die Probleme, die sich aus dem Aszites ergeben, werden als Beschwerden wahrgenommen. Als Spätfolgen können durch den erhöhten Druck im Bauchraum vermehrtes Aufstoßen mit Sodbrennen, Völlegefühl oder Atemnot entstehen.
Bei lang bestehender Lebervenenstauung zeigen sich erweiterte Venen um den Bauchnabel herum, die bläulich durch die Haut schimmern.
Bei starker Druckerhöhung im Bauchraum kann es auch zu Bauchwandbrüchen (Hernien) kommen. Auf der Suche nach der Ursache des Aszites ist es für den Arzt wichtig zu wissen, ob der Betroffene an Leber-, Nieren- oder Herzkrankheiten leidet, ob er Medikamente einnimmt oder regelmäßig Alkohol trinkt, ob er insgesamt an Gewicht zugenommen hat oder sich der Bauchumfang vergrößert bei sinkendem Gesamtkörpergewicht.
Bei der klinischen Untersuchung zeigt sich bei einem deutlichen Aszites ein im Liegen vorgewölbter Bauch mit einer straffen Haut und eventuell ein verstrichener Nabel. Durch Beklopfen des Bauches kann der Arzt über den Klopfschall flüssigkeits- oder luftgefüllte Abschnitte voneinander unterscheiden. Befindet sich sehr viel freie Flüssigkeit im Bauchraum kann durch Anstoßen der einen Flanke eine Welle erzeugt werden, die auf der anderen Seite bei aufgelegter Hand erfühlt werden kann (Undulationsphänomen).
Selbst sehr kleine Mengen Flüssigkeit können sicher im Ultraschall erkannt werden, da sich das freie Wasser im Liegen am tiefsten Punkt der Bauchhöhle zwischen Leber und Niere sammelt. Ist der Aszites gesichert, kann eine Probe der Flüssigkeit über eine feine Spritze abgesaut werden (Aszites-Punktion), um die Flüssigkeit zu untersuchen und daraus auf die Ursache der Bauchwassersucht schließen zu können. Die Probe wird im Labor auf Entzündungszeichen, Blutbestandteile, Proteine und Krankheitserreger wie Bakterien untersucht.
Zusätzlich kann auch eine Computertomographie zu Darstellung der freien Flüssigkeit und aller Bauchorgange erstellt werden. Auch eine Blutprobe wird im Labor ausgewertet und verschiedene Faktoren gemessen, die auf eine Erkrankung schließen lassen. Dazu gehören Enzyme, Proteine, Bilirubin und Ammoniak als Funktionsmarker der Leber und Nieren.