Für den behandelnden Arzt ist es entscheidend zu wissen, wann die Blutungen auftreten, welche Farbe und Konsistenz der Kot hat und wie häufig der Patient zur Toilette geht. Begleitsymptome wie Bauchschmerzen oder Gewichtsverlust sind ebenso wichtige Hinweise auf die Erkrankung. Leidet der Patient bereits an einer bestimmten Magen-Darm-Erkrankung (zum Beispiel Hämorrhoiden), sollte er dies dem Arzt unbedingt mitteilen.
Bei der körperlichen Untersuchung überprüft der Arzt mithilfe eines Stethoskops die Darmgeräusche, tastet und klopft den Bauch ab, um Abwehrspannungen, Luftansammlungen oder Verhärtungen zu entdecken. Die rektale Untersuchung, bei der der Arzt einen Finger in den After einführt, ist unerlässlich, um eventuelle Hämorrhoiden oder Tumore zu finden.
Im Labor wird eine Stuhlprobe auf möglicherweise nicht sichtbare Blutbeimengungen und das Vorhandensein von bestimmten Bakterien überprüft. Aus einer Blutprobe kann ein Blutbild erstellt werden, aus dem sich verschiedene Erkrankungen, in diesem Fall besonders die Blutarmut durch lang anhaltende Blutungen, feststellen lassen.
Besteht ein Verdacht auf eine Blutung im Magen, wird eine Magenspiegelung (Gastroskopie) durchgeführt, bei der auch der Anfang des Dünndarms untersucht werden kann. Wird die Blutungsquelle eher im Dickdarm vermutet, wird dieser ebenfalls durch eine endoskopische Untersuchung (Koloskopie) beurteilt. Zusätzlich kann ein Röntgenbild erstellt oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt werden.
Letzte Aktualisierung am 30.09.2009.