Bei einer Durchfallerkrankung ist es zunächst immer wichtig, den Wasser- und Elektrolytverlust auszugleichen. Kann der Patient Wasser gut bei sich behalten, kann dieser Verlust durch das Trinken spezieller Lösungen ausgeglichen werden. Hausmittel wie geriebener Apfel oder salzige Suppen helfen oft gut.
Leidet der Patient jedoch an extrem starken Durchfällen und erbricht zusätzlich, werden Wasser und Salze über Infusionen zugeführt.
Prinzipiell ist es möglich, den Durchfall durch Medikamente zu stoppen, um dem Patienten subjektiv Linderung zu verschaffen. Diese Medikamente hemmen jedoch nur die Darmbewegung und bekämpfen nicht die Ursache des Durchfalls. Unangenehme Nebenwirkungen wie Blähungen und Verstopfung können auftreten.
Je nach Diagnose können verschiedene Therapien begonnen werden.
Bakterielle Infekte können mit Antibiotika bekämpft werden, allerdings wird dies nur im Notfall durchgeführt. Bakterien und Viren werden meist sehr effektiv vom körpereigenen Immunsystem bekämpft, sodass die Diarrhö meist nach einigen Tagen von selbst vergeht. Pilze oder Parasiten können jedoch sehr gut mit Medikamenten beseitigt werden.
Sind bestimmte Medikamente der Auslöser des Durchfalls, werden sie in der Regel nach Absprache mit dem Arzt abgesetzt.
Bei Nahrungsunverträglichkeiten und Lebensmittelallergien muss der Patient nach Erkennen der Krankheit eine lebenslange Diät halten und auf diese Lebensmittel verzichten.
Schwermetallvergiftungen können mit Mitteln behandelt werden, die die Metalle binden und ausschwemmen.
Entzündliche Erkrankungen wie Morbus Crohn erfordern eine individuelle Therapie, ebenso wie Erkrankungen der Leber, Gallenblase oder Bauchspeicheldrüse.
Letzte Aktualisierung am 01.10.2009.