Wichtig bei der Suche nach der Ursache für das Fieber ist die Krankheitsgeschichte (Anamnese), also Beginn, Dauer, Höhe und Verlauf des Fiebers. Besonders der Verlauf kann häufig gute Hinweise auf die zugrunde liegende Erkrankung liefern: Ist das Fieber immer gleich bleibend hoch? Ist die Temperatur morgens niedriger als abends? Tritt das Fieber einige Tage lang auf, verschwindet und kommt dann wieder?
Treten außerdem oben genannte Begleitsymptome auf, können diese auf bestimmte Erkrankungen hindeuten oder andere ausschließen. Der Arzt wird zusätzlich nach Medikamenteneinnahmen, Vorerkrankungen, Allergien, Impfungen und Reisen fragen und ob Menschen in der Umgebung an ähnlichen Symptomen leiden.
Bei der körperlichen Untersuchung misst der Arzt die Körpertemperatur rektal, überprüft Nasen- und Rachenraum und die Ohren auf Entzündungszeichen, tastet die Lymphknoten nach Schwellungen ab, achtet auf mögliche Rötungen der Haut und untersucht Lunge, Herz und Bauch.
Im Labor werden Blut und Urin auf das Vorhandensein von Krankheitserregern überprüft und Entzündungszeichen, also bestimmte Proteine, gemessen. Wenn ein Verdacht auf eine Darminfektion vorliegt, wird auch eine Stuhlprobe untersucht.
Je nach Verdachtsdiagnose werden weitere Untersuchungen wie Röntgen des Brustkorbs und des Bauches oder Ultraschall bestimmter Organe, zum Beispiel des Herzens oder der Nieren durchgeführt.
Letzte Aktualisierung am 01.10.2009.