Unter dem Begriff Fieber versteht man eine Erhöhung der Körpertemperatur über den Normalwert. Die Körpertemperatur kann mit einem Thermometer in der Achselhöhle, unter der Zunge, im Ohr oder im After gemessen werden. Je nach Ort der Messung sind die Normalwerte unterschiedlich, da die Körpertemperatur im Körperkern (Rumpf) höher ist als in den Extremitäten (Arme, Beine, Kopf). Die genauesten Werte ergeben sich bei einer Messung im After, da sie am besten der Körperkerntemperatur entspricht. Hier liegt der Normalbereich bei 36,5 bis 37,8°C.
Die Körpertemperatur unterliegt einer Tageszeit abhängigen Schwankung, sie ist nachts am niedrigsten und nachmittags am höchsten. Bei Frauen ist sie nach dem Eisprung um etwa 0,5°C höher als davor.
Der Mensch reguliert seine Körpertemperatur über eine Zentrale im Gehirn, dem so genannten Hypothalamus. Verschiedene äußere und innere Einflüsse können diese Zentrale dazu veranlassen, die Temperatur ansteigen oder absinken zu lassen.
Typische Begleitsymptome von Fieber sind eine Steigerung der Herzfrequenz und der Atmung, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit bis hin zum Fieberdelirium, Kopf- und Gliederschmerzen, Durst, Appetitlosigkeit, Schüttelfrost, wenn das Fieber steigt und Schweißausbrüche, wenn es wieder sinkt, die so genannten „Fieberbläschen" an Lippen und im Mund, sowie Husten, Schnupfen oder Verdauungsstörungen.
Letzte Aktualisierung am 01.10.2009.