Um herauszufinden, ob es sich bei der Müdigkeit des Betroffenen um eine normale Reaktion des Körpers auf Belastung oder Schlafentzug ist, oder ob eine Krankheit die Müdigkeit verursacht, ist eine ausführliche Befragung des Patienten unerlässlich. Dabei ist von besonderem Interesse, wie der Patient die Müdigkeit beschreibt. Ist es eher Antriebslosigkeit, Leistungsschwäche, Konzentrationsschwierigkeit? Können normale tägliche Arbeiten nicht mehr oder nur eingeschränkt ausgeführt werden? Ist die Müdigkeit stimmungsabhängig? Fühlt sich der ganze Körper schwach an oder bezieht es sich eher auf eine bestimmte Körperregion? Wann und wie häufig tritt das Gefühl von Müdigkeit auf? Wie verändert es sich im Laufe des Tages?
Zudem ist es für den behandelnden Arzt wichtig zu wissen, welche Medikamente der Patient einnimmt und ob in seiner Familie Krankheiten bekannt sind.
Bei der klinischen Untersuchung wird der Patient komplett durchgecheckt, falls es nach der Anamnese (Befragung) noch keinen konkreten Hinweis auf die Ursache gibt. Dazu untersucht der Arzt mit Augen, Händen und Stethoskop den Zustand der wichtigsten Organe wie Herz, Lunge, Leber, Magen, Darm, Milz und Lymphknoten, soweit dies ohne weitere Hilfsmittel möglich ist. Er überprüft außerdem die Muskelkraft und Reflexe.
Im Labor wird das Blut des Patienten aus einer Blutprobe auf Veränderungen untersucht, besonders die Blutzellen werden überprüft und verschiedene Werte, die Hinweis auf eine Krankheit sein können, gemessen.
Auch eine Urin- und Stuhlprobe kann auf Veränderungen hin getestet werden.
Weitere Untersuchungen, um eine körperliche Ursache zu finden oder auszuschließen, sind die Röntgenaufnahmen des Brustkorbs und des Bauches.
Letzte Aktualisierung am 01.10.2009.