Meist ist der Grund für die Müdigkeit harmlos, Belastungssituationen oder Schlafmangel sind die häufigsten Ursachen. Daher sollte sich die Müdigkeit auch schnell wieder vergehen, wenn der Stress nachlässt oder genug geschlafen wird.
Sollte die Müdigkeit trotz Entspannung und ausreichend Schlaf über Wochen und Monate anhalten, kann ein Arzt bei der Suche nach der Ursache der Erschöpfung helfen. In einigen Fällen steckt eine Krankheit hinter der Müdigkeit.
Besonders wenn Patienten zusätzlich zur Müdigkeit andere Symptome wie trockene Haut, Gedächtnisstörungen, Gewichtsverlust oder Fieber bemerken, sollten sie einen Arzt aufsuchen.
Typische Erkrankungen, die Müdigkeit verursachen, sind:
- Blutarmut (Anämie)
Begleitsymptome: Blässe, eingerissene Mundwinkel, Herzrasen, Atemnot
- Schlafstörungen
Begleitsymptome: Schnarchen, unregelmäßiges Atmen im Schlaf, Einschlafschwierigkeiten, häufiges Aufwachen in der Nacht
- Störungen im Elektrolythaushalt, besonders wenn zu wenig getrunken wird (Austrocknung, Exsikkose)
Begleitsymptome: trockene Haut, Zunge, Schleimhäute
- Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, Schilddrüsenunterfunktion
Begleitsymptome: Neigung zur Fettleibigkeit, Kälteempfindlichkeit bei Schilddrüsenunterfunktion
- Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder der Lunge
Begleitsymptome: Blauverfärbung der Haut, Atemnot, Ödeme bei Herzschwäche
- Verschiedene Erkrankungen der inneren Organe
- Rheumatische Erkrankungen
Begleitsymptome: Gelenkschmerzen, Fieber
- Schwere Infekte
Begleitsymptome: Fieber
- Bösartige Tumore
Begleitsymptome: Extreme Gewichtsreduktion in kurzer Zeit
- Psychische, psychosomatische oder psychiatrische Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen
Begleitsymptome: Schwermut, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Trägheit
- Chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS, chronic fatigue syndrome)
- Medikamente, insbesondere Beruhigungsmittel, Blutdrucksenker, Laxanzien
Letzte Aktualisierung am 01.10.2009.