Bei Muskelschmerzen, die durch Überanstrengung, zum Beispiel beim Sport, entstanden sind, sind keine weiteren Behandlungen nötig. Solche Schmerzen vergehen nach einigen Tagen von selbst, wenn sich der Muskel regeneriert. Wichtig ist es, den Muskel nicht noch zusätzlich zu beanspruchen. Einige Tage körperliche Schonung sind nötig, damit sich die Muskeln erholen können. Manchen Patienten helfen warme Umschläge oder ein heißes Bad, andere ziehen Massagen vor.
Muskelschmerzen, die von einer Fehlstellung der Gelenke oder auch der Wirbelsäule stammen, sollten von einem Orthopäden behandelt werden. In diesem Fall ist es wichtig, die Fehlhaltung zu korrigieren und die Muskulatur mit gezieltem Training aufzubauen. Bei Fehlstellungen der Kniegelenke beispielsweise helfen orthopädische Einlagen für die Schule und eine ausgewogene Kräftigung der Beinmuskulatur.
Sind die Muskelschmerzen durch eine Infektionskrankheit bedingt, kann diese unter Umständen mit entsprechenden Medikamenten behandelt werden. Handelt es sich jedoch lediglich um eine Grippe oder eine ähnliche harmlose Infektion, sollten die Schmerzen nach einigen Tagen mit den anderen Grippesymptomen wieder verschwinden.
Autoimmunerkrankungen können häufig nicht ursächlich behandelt werden, da bei diesen Erkrankungen der Körper selbst die Beschwerden verursacht. Es gibt jedoch gut wirksame Medikamente, die die Autoimmunreaktion des Körpers dämpft und somit die Beschwerden gemildert werden und in den meisten Fällen auch ganz verschwinden. Auch für rheumatische Erkrankungen gibt es keine ursächliche, sondern nur eine symptomatische Therapie. Bei dieser steht die Eindämmung der Entzündungen im Vordergrund, da sie meist die Ursache der Schmerzen sind.
Die meisten Erkrankungen des Stoffwechsels und des Hormonhaushalts lassen sich gut durch entsprechende Medikamente ausgleichen, sodass die Symptome sehr bald nach Beginn der Therapie verschwinden.
Sind die Muskelschmerzen Nebenwirkungen bestimmter Medikamente, muss gemeinsam mit dem Arzt überlegt werden, ob diese abgesetzt oder durch andere Präparate ersetzt werden können. In den meisten Fällen gibt es Medikamente, die für den einzelnen Patienten besser sind und weniger Nebenwirkungen haben.