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Nächtliches Schwitzen - Ursachen


Infektionen, Schilddrüse und Tumore

Besonders bei neu aufgetretenem Nachtschweiß sollte die Ursache dieses Symptoms untersucht werden, da es sein kann, dass eine Krankheit das Schwitzen verursacht. Besonders häufig sind dies Infektionen oder Tumorerkrankungen.

Ebenso können verschiedene Medikamente nächtliches Schwitzen als Nebenwirkung auslösen.

Infektionskrankheiten, die nächtliches Schwitzen verursachen können:

  • Tuberkulose: Sie ist eine durch Mycobakterien verursachte Erkrankung, die zunächst die Lunge befällt und sich auf andere Organe ausbreiten kann. Typische Begleitsymptome sind Müdigkeit, Schwäche, geschwollene Lymphknoten, Fieber, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme und Husten.
  • Weitere bakterielle Infektionen wie Herzmuskelentzündung (Endokarditis) oder Knochenmarksentzündung (Osteomyelitis). Typisches Begleitsymptom ist auch hier das Fieber oder eine leicht erhöhte Temperatur.
  • HIV-Infektion: Bei der akuten Infektion mit dem HI-Virus kann neben grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Gelenkschmerzen und Lymphknotenschwellung auch Nachtschweiß auftreten. Typischer ist dieses Symptom jedoch für die ausgebrochene HIV-Infektion, die erst nach Jahren auftritt.

Tumorerkrankungen, die nächtliches Schwitzen verursachen können:

  • Lymphome (zum Beispiel das Hodgkin-Lymphom oder Non-Hodgkin-Lymphom)
  • Leukämie (Blutkrebs)
  • Seltener tritt Nachtschweiß auch bei anderen Tumorarten wie Prostatakarzinom, Nierenkarzinom, Schilddrüsenkarzinom oder Insulinomen auf.

Weitere Erkrankungen, die nächtliches Schwitzen verursachen können:

  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose): Bei dieser Störung des Hormonhaushalts tritt das Schwitzen in der Regel nicht nur nachts, sondern auch tagsüber auf.
  • Rheuma, rheumatoide Arthritis: Dies sind Erkrankungen, bei denen Entzündungen der Gelenke durch Autoimmunreaktionen auftreten, die starke Schmerzen und Gelenksteifigkeit zur Folge haben. In einigen Fällen tritt auch Fieber mit übermäßiger Schweißproduktion auf.

Medikamente, bei denen nächtliches Schwitzen als Nebenwirkung auftreten kann:

  • Antidepressiva und andere Psychopharmaka
  • Blutzuckersenkende Medikamente, wenn diese zu hoch dosiert werden und ein Unterzucker (Hypoglykämie) auftritt
  • Medikamente zur Behandlung hormoneller Störungen oder Erkrankungen (zum Beispiel Tamoxifen zur Behandlung von Brustkrebs)
  • Auch übermäßiger Konsum von Alkohol kann Nachtschweiß auslösen.

Außerdem kann in der Menopause zusätzlich zu den klassischen „Hitzewallungen" besonders in der Nacht vermehrtes Schwitzen auftreten. Dies kommt durch die hormonelle Umstellung während der Wechseljahre zustande und hat keinen Krankheitswert.


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Letzte Aktualisierung am 01.10.2009.

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