Bleibt das Nasenbluten trotz dieser Maßnahmen länger als zehn oder sogar 20 Minuten unverändert stark, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um einen größeren Blutverlust zu verhindern. Es ist in diesem Fall wahrscheinlich, dass die Blutungsquelle im hinteren Bereich der Nase liegt und die Blutung durch einen Eingriff gestoppt werden muss.
Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) kann die Nasenschleimhaut mit abschwellenden Medikamenten behandeln, sodass er mit einer speziellen Lupe (Rhinoskop) die Blutungsstelle finden kann. Liegt sie im vorderen Bereich der Nase, kann die Blutung durch Medikamente gestoppt werden. Liegt sie im hinteren Bereich, kann der Arzt eine Nasentamponade einlegen oder das blutende Gefäß mithilfe verschiedener Methoden veröden.
Im Labor wird eine Blutprobe untersucht, um die Funktion der Blutkörperchen und der flüssigen Blutbestandteile zu überprüfen. Durch diese Tests lassen sich Blutgerinnungsstörungen und Erkrankungen des Blutes feststellen.
In der Regel lässt sich das Nasenbluten durch einfache Eingriffe beseitigen, wenn nur eine Verletzung der Gefäße vorliegt. Ist das Nasenbluten jedoch Symptom einer Grunderkrankung, wie Bluthochdruck oder einer Blutkrankheit, muss diese von einem Facharzt behandelt werden.