Bei der körperlichen Untersuchung achtet der Arzt vor allem darauf, ob der Patient eher ausgetrocknet erscheint oder ob er Wassereinlagerungen hat. Bei einem starken Flüssigkeitsmangel bleibt eine Hautfalte stehen, wenn man die Haut im Bereich des Handrückens über den Fingerknöcheln nach oben zieht. Ödeme, also Flüssigkeitseinlagerungen, wie sie zum Beispiel bei Herzschwäche entstehen, erkennt man daran, das bei längerem Druck auf den Knöchel oder die Wade eine Delle sichtbar bleibt, nachdem man den Finger wieder weggenommen hat. Typisch sind auch tiefe Abdrücke von Strümpfen oder Schuhen.
In der Regel wird der Patient zur Abklärung der Ursache der vermehrten Harnproduktion gebeten, einige Tage seine Trinkmenge und die Menge seines Urins zu messen und zu notieren. So erhält der Arzt einen Hinweis auf den Zusammenhang zwischen Flüssigkeitszufuhr und -Ausfuhr.
Im Labor können Blut- und Urinproben auf Zuckergehalt, Elektrolyte (Natrium, Kalium und Calcium) und bestimmte Eiweiße (zum Beispiel Kreatinin) getestet werden, woraus sich häufig schon schließen lässt, was die Ursache der Polyurie ist.
Sollte nach diesen Untersuchungen die Ursache der vermehrten Harnproduktion immer noch nicht geklärt sein, können Herz mittels EKG und Röntgen sowie Nieren mittels Ultraschall oder speziellen Röntgenbildern mit Kontrastmitteln untersucht werden. Bei Verdacht auf eine Störung des Wasserhaushalts durch einen Defekt im Gehirn können eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) erstellt werden.