Diabetes gehört zu den häufigsten Ursachen einer Polyurie
Die häufigsten Ursachen für eine erhöhte Harnproduktion sind:
Diabetes mellitus (Typ I und II, auch als „Zuckerkrankheit" bekannt): Dabei scheidet der Körper sehr viel Harn aus, in dem typischerweise viel Zucker (Glukose) zu finden ist. Patienten mit einem nicht erkannten oder schlecht eingestelltem Diabetes mellitus verspüren durch den großen Wasserverlust einen entsprechend starken Durst und trinken viel (Polydipsie).
Diabetes insipidus: Bei dieser Erkrankung ist ein Teil der Regelkreises, der den Wasserhaushalt steuert, gestört. Dadurch kommt es zu einer vermehrten Ausscheidung von Wasser über die Nieren
Elektrolytstörungen: Gerät der Elektrolythaushalt aus dem Gleichgewicht, versucht der Körper dies über eine vermehrte Ausscheidung von Wasser auszugleichen. Dies tritt unter anderem bei sehr salzhaltiger Ernährung, zu viel Calcium oder zu wenig Kalium im Blut auf.
Chronische Niereninsuffizienz
Nach akutem Nierenversagen, wenn die Nieren wieder funktionieren und als Ausgleich sehr viel Harn produzieren
Ausschwemmen von Ödemen, zum Beispiel bei Herzinsuffizienz: Dabei tritt die vermehrte Urinproduktion vor allem nachts auf, sodass die Patienten häufig während der Nacht zur Toilette müssen
Tumore im Bereich des hinteren Hypothalamus, einem Teil des Gehirns, von dem aus der Wasserhaushalt des Körpers geregelt wird.
Medikamente, die ausschwemmend wirken (Diuretika)
Bartter-Syndrom, ein erblicher Defekt eines Abschnitts der Nieren