Unter dem Begriff Sehstörungen werden alle Einschränkungen des Sehvermögens zusammengefasst. Sie können schleichend auftreten oder plötzlich einsetzen und ein oder beide Augen betreffen.
Es gibt unterschiedliche Formen von Sehstörungen:
- Hemianopsie (Halbseitenblindheit): Ausfall einer Hälfte des Gesichtsfeldes. Dies kann die seitlichen Ränder des Gesichtsfelds, die mittleren Bereiche oder ein gesamtes Auge betreffen.
- Skotom: An einer bestimmten Stelle des Gesichtsfelds tritt ein „blinder Fleck" auf, der dunkel wahrgenommen wird und häufig nur bei Abdecken des gesunden Auges deutlich gesehen werden kann.
- Amaurose: Völlige Blindheit
- Mouches volantes: Im Blickfeld werden dunkle Flecken wahrgenommen, die sich bei Änderung der Blickrichtung bewegen. Sie entstehen durch Trübungen im Glaskörper, sind häufig und meist harmlos.
- Photopsie: Das Wahrnehmen von Blitzen oder Funken im Blickfeld, besonders häufig bei Migräneattacken und Kreislaufschwäche.
- Metamorphosie: Verzerrtes Sehen, besonders beim Lesen.
- Diplopie: Das Sehen von Doppelbildern, zum Beispiel beim Schielen (Strabismus) durch eine eingeschränkte Augenmuskelfunktion.
- Nykteralopie: Die Nachtblindheit entsteht, wenn sich die Augen nicht ausreichend auf die schlechten Lichtverhältnisse einstellen können oder in der Netzhaut zu wenig Nervenzellen sitzen, die hell von dunkel unterscheiden.
- Hemeralopie: Tagblindheit
Auch die sehr geläufigen Sehfehler wie Kurzsichtigkeit (Myopie), Weitsichtigkeit (Hyperopie), Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) und Hornhautverkrümmungen (Astigmatismus) werden als Sehstörungen bezeichnet.
Letzte Aktualisierung am 06.10.2009.