Die Diagnose „Refluxkrankheit" lässt sich meist schon nach dem ersten Patientengespräch stellen. Dabei interessieren den behandelnden Arzt Fragen wie: Wie lang besteht das Sodbrennen schon? Wie genau fühlt es sich an? Verstärken sich die Beschwerden durch bestimmte Nahrungs- oder Genussmittel? Ist das Sodbrennen morgens oder tagsüber schlimmer? Treten Begleitsymptome wie Aufstoßen, Heiserkeit oder Schluckstörungen auf? Sind die Beschwerden vor oder nach dem Essen besser? Ist das Brennen beim Bücken und im Liegen stärker?
Wichtig ist auch zu wissen, wie sich der Patient ernährt und ob er raucht, Alkohol trinkt oder Medikamente einnimmt.
Bei Verdacht auf einen schon lange bestehenden Reflux oder auf ein Magengeschwür kann eine Speiseröhren- und Magenspiegelung (Gastroskopie) durchgeführt werden. So können gut Veränderungen und Verletzungen der Schleimhaut in Speiseröhre und Magen erkannt werden. Bei einem Magengeschwür kann während dieser Untersuchung eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen werden, um zu überprüfen, ob der Patient ein bestimmtes Bakterium (Helicobakter pylori) im Magen hat. Dieser Keim steht im engen Zusammenhang mit dem Auftreten von Geschwüren und ist möglicherweise an der Entstehung von Magenkrebs beteiligt.
Ist es möglich, dass der Patient eine Hiatushernie hat, die das Sodbrennen verursacht, kann eine spezielle Röntgenuntersuchung darüber Aufschluss geben. Dazu wird der Patient gebeten, einen Kontrastmittelbrei zu schlucken, während er mit Röntgenstrahlung durchleuchtet wird. So können sehr genau der Schluckvorgang und die Passage des Breis durch die Speiseröhre in den Magen beobachtet werden und eventuelle Hernien oder Aussackungen gefunden werden.
Um zu testen, ob der Patient zu viel Magensäure produziert, wird über eine Sonde ein Gerät (pH-Metrie) in den Magen eingeführt, das dort über 24h im normalen Tagesablauf den pH-Wert misst und damit die Säurekonzentration bestimmt.