Bei der Untersuchung von Sprach- und Stimmstörungen steht zu Beginn die Erfragung der Krankengeschichte (Anamnese). Für den Arzt ist es wichtig zu wissen, wie sich die Sprachstörung entwickelt hat, ob sie plötzlich oder allmählich aufgetreten ist. Auch Begleitsymptome wie Schluckstörungen, Ruhezittern oder Bewegungseinschränkungen können Hinweise auf die Ursache der Sprachstörung liefern. Des Weiteren sind Vorerkrankungen, Unfälle und die Einnahme von Medikamenten wichtige Punkte für die Diagnosefindung.
Insbesondere bei schweren Sprachstörungen wie der Aphasie können die Betroffenen selbst ihre Beschwerden nicht vollständig schildern. Dann ist es unerlässlich, dass Familienangehörige oder Freunde ihre Beobachtungen dem Arzt mitteilen.
Bei der klinischen Untersuchung werden neurologische Tests durchgeführt, um die Funktion von Gehirn und Nerven zu überprüfen. Dazu gehören beispielsweise die Auslösung von Reflexen sowie die Überprüfung von Gangart und Standsicherheit des Patienten.
Um zu erkennen, um welche Art Sprachstörung es sich handelt, wird der Patient gebeten, einige Sätze zu sagen und Testwort nachzusprechen. Auch die Erkennung und korrekte Benennung von Gegenständen gehört zu diesen Tests. Zusätzlich kann der Patient gebeten werden, einen kurzen Text zu schreiben, etwas vorzulesen oder eine Rechenaufgabe zu lösen.
Als weiterführende Maßnahmen kann eine Untersuchung bei einem Hals-Nasen-Ohrenarzt erfolgen, der überprüft, ob die Sprache durch Erkrankungen im Nasen-, Mund- oder Rachenbereich eingeschränkt wird.