Je nach zugrunde liegender Ursache der Unterbauchschmerzen kann die Behandlung sehr unterschiedlich sein. Prinzipiell ist es jedoch wichtig, dass die Patienten ausreichend schmerzlindernde Medikamente bekommen. Dazu eignen sich vor allem krampflösende Präparate und zentral wirksame Schmerzmittel.
Welche Therapie für den Einzelnen am sinnvollsten ist, kann nur ein Spezialist nach eingehender Untersuchung entscheiden.
Eine Blinddarmentzündung wird zunächst mit Schonkost, das bedeutet Tee und leicht verdauliche Speisen, und Wärme behandelt. Ist die Entzündung durch Bakterien verursacht, kann auch eine Therapie mit Antibiotika notwendig sein. In sehr schweren Fällen muss eine Operation durchgeführt werden, bei der der Blinddarm entfernt wird.
Nieren- und Harnsteine werden möglichst durch viel Flüssigkeitszufuhr ausgeschwemmt. Sind sie zu groß, um die Harnleiter zu passieren, können sie mittels Ultraschall zertrümmert oder endoskopisch entfernt werden.
Eingeklemmte Leistenbrüche müssen zu schnell wie möglich zurückverlagert werden, um ein abstreben des eingeklemmten Darmabschnitts zu verhindern. In einigen Fällen ist auch eine Operation notwendig.
Entzündungen der weiblichen Geschlechtsorgane Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke werden zunächst medikamentös behandelt. Bringt diese Therapie keine Erfolge, muss die Entzündung mit ihrem Herd möglicherweise operativ entfernt werden.
Auch Entzündungen des Darms erfordern, soweit die medikamentöse Behandlung nicht hilft und die Entzündungen immer wieder ausbrechen, eine Operation, in der der betroffene Abschnitt des Darms entfernt wird.
Letzte Aktualisierung am 12.10.2009.