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Vergesslichkeit - Ursachen


Demenz ist der häufigste Grund für Vergesslichkeit

Die häufigste Art der Gedächtnisstörung ist die Demenz, der Verlust an geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten. Typische Auslöser einer Demenz sind:

  • Morbus Alzheimer: Eine degenerative Erkrankung, bei der das Gehirn generell fortschreitend abgebaut wird. Sie kann schon ab dem 50. Lebensjahr auftreten und geht einher mit einer zeitlichen und örtlichen Desorientierung, Verwirrtheit und Unruhe. Häufig findet man im Gehirn die so genannten „senilen Plaques", Ablagerungen bestimmter, falsch aufgebauter Proteine und Veränderungen in der Struktur der Nervenzellen.
  • Morbus Parkinson: Sie ist ebenfalls eine Erkrankung, bei der wichtige Strukturen des Gehirns zugrunde gehen. Die drei klassischen Symptome der Parkinson-Krankheit sind Steifheit der Muskeln (Rigor), Zittern (Tremor) und verlangsamte Bewegungen (Akinese). Bei etwa 30% aller Parkinson-Patienten tritt im Laufe der Erkrankung eine Demenz mit Gedächtnisstörungen auf.
  • Vaskuläre Enzephalopathien: Unter diesem Begriff werden verschiedene Störungen zusammengefasst, bei denen Durchblutungsstörungen des Gehirns Ursache der Vergesslichkeit sind. Hierzu zählen die Minderversorgung der Zellen durch Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und die Schlaganfälle (Hirninfarkte) bei denen große Areale des Gehirns kurz- oder langfristig nicht mehr durchblutet werden. Bei einer vorübergehenden Unterversorgung spricht man von eine transitorischen ischämischen Attacke (TIA).
  • Morbus Pick: Sie ist eine fortschreitende Hirnerkrankung, bei der das Gewebe langsam untergeht. Ihr Beginn liegt zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr.
  • Prionen-Infektionen, wie zum Beispiel BSE (bovine spongiforme Enzephalopathie, Creutzfeldt-Jakob-Krankheit): Bei dieser Krankheit schreitet die Demenz sehr schnell fort, sodass man von einer Überlebenszeit von etwa 8 Monaten ausgeht.
  • HIV-Infektion: Bei der so genannten AIDS-Enzephalopathie greift das HI-Virus das Gehirn an, sodass erhebliche Leistungs- und Gedächtnisverluste entstehen können.

Weitere, häufige Ursachen von Gedächtnisstörungen sind Vergiftungen mit Alkohol, Drogen, Medikamenten, Blei, Quecksilber oder auch Kohlenmonoxid. Je nach Grad der Vergiftung und der Schädigung des Gehirns können die Gedächtnisverluste vorübergehend oder langfristig sein.

Auch schwere Unfälle mit Verletzungen des Kopfes und des Gehirns (Schädel-Hirn-Trauma, SHT) können dazu führen, dass Erinnerungslücken entstehen, die so genannten Amnesien.

Mögliche Ursachen von Vergesslichkeit sind auch Stoffwechselstörungen wie Unterzucker (Hypoglykämie, insbesondere bei Diabetikern), Lebererkrankungen, Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) oder Morbus Cushing (Cortisolüberproduktion).

Auch psychische Erkrankungen wie Depression und Schizophrenie können in erheblichem Ausmaß die Leistungen des Gehirns negativ beeinflussen.


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Letzte Aktualisierung am 12.10.2009.

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