Verwirrtheit - Untersuchungen
Ein ausführliches Patientengespräch ist die Grundlage
Zu Beginn der Untersuchungen steht für den behandelnden Arzt ein ausführliches Gespräch mit dem Betroffenen und seinen Angehörigen. Dabei sind folgende Punkte wichtige Hinweise auf der Suche nach der Ursache der Verwirrtheit:
- Beginn und Verlauf der Verwirrtheit
- Beobachtete Persönlichkeitsveränderungen
- Bekannte Erkrankungen des Betroffenen, Medikamenteneinnahme
- Drogen- oder Alkoholmissbrauch
- Ernährungszustand, Trinkmenge pro Tag
- Psychische Belastung, unbewältigte Verluste von Angehörigen
- Soziales Umfeld, Betreuung durch Angehörige
- Begleitsymptome wie Fieber, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall
Bei der klinischen Untersuchung überprüft der Arzt die verschiedenen möglichen Verursacher der Verwirrtheit:
- Ist der Kreislauf stabil? Dazu werden Blutdruck und Puls gemessen und die Funktion des Herzens mittels eines EKGs beurteilt.
- Ist der Stoffwechsel in Ordnung? Dafür werden eine Blutprobe und eventuell auch eine Urinprobe auf Veränderungen der Blutzellen, des Nährstoff- und Elektrolythaushalts und der Hormone überprüft. Anhand einiger Enzyme oder Stoffwechselprodukte kann die Funktion von Leber und Nieren kontrolliert werden.
- Sind Gehirn und Nerven betroffen? Hinweise darauf wären abgeschwächte und seitenungleiche Reflexe, Hör- oder Sehminderung und Veränderungen im Elektroenzephalogramm (EEG)
Zusätzlich können computer- oder magnetresonanztomographische Aufnahmen (CT oder MRT) gemacht werden, um das Gehirn untersuchen zu können.
Sind keine organischen, körperlichen Ursachen zu finden, sollte eine Beurteilung durch einen Psychologen oder Psychiater erfolgen.
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Letzte Aktualisierung am 09.11.2009.
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jessica1981
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