Dabei ist zunächst die eingehende Befragung des Patienten (Anamnese) wichtig: Wie genau zeigt sich das Zittern, wie fühlt es sich an? Wann tritt es auf? Besteht es auch beim Schlafen? Wann sind die Symptome das erste Mal aufgetreten oder aufgefallen? Treten weitere Begleitsymptome wie Gangstörungen, Herzklopfen oder Muskelzuckungen auf? Hat der Patient irgendwelche Vorerkrankungen, nimmt er Medikamente? Trinkt er Alkohol oder nimmt er Drogen? Tritt das Zittern auch bei anderen Familienmitgliedern auf?
Bei der klinischen Untersuchung wird der Patient gebeten, eine Haltung einzunehmen oder Bewegung durchzuführen, bei der das Zittern besonders stark ist. So kann der Arzt zwischen Ruhe-, Intentions- und Haltungstremor unterscheiden. Anschließend wird der Patient gebeten, bestimmte Bewegungen durchzuführen, beispielsweise mit geschlossenen Augen die Nasenspitze mit einem Finger berühren oder auf einem Bein stehen.
Im Labor werden aus einer Blutprobe verschiedene Parameter überprüft, die Hinweise auf eine Erkrankung liefern können. Dazu gehören die Elektrolyte, bestimmte Proteine, der Blutzucker, Nierenwerte, Schilddrüsenhormone sowie die Konzentration des Kupfers.
Zur weiterführenden Diagnostik können die Gehirnströme mittels eines EEG (Elektroenzephalogramm) oder die Herzfunktion durch ein EKG (Elektrokardiogramm) überprüft werden. Auch eine Computer- oder Magnetresonanztomographie (CT oder MRT) kann notwendig sein. Die Funktion der Nerven und Muskeln kann in einem EMG (Elektomyogramm) untersucht werden.