Unter Zittern (Tremor) versteht man ruckartige, rhythmische Bewegungen der Arme, Beine oder des Kopfes, die unwillkürlich und nicht steuerbar sind.
Man unterscheidet verschiedene Formen des Zitterns nach ihrem Auftreten:
- Ruhetremor: Zittern der Extremitäten, insbesondere der Hände oder des Kopfes in entspannter Haltung. Das Ruhezittern ist in Bewegung weniger deutlich wahrnehmbar oder verschwindet ganz. Es ist das typische Zeichen des Morbus Parkinson, zusammen mit den Symptomen Muskelsteifigkeit (Rigor) und Bewegungsstörungen (Akinese).
- Intentionstremor: Das Zittern tritt bei Bewegungen auf und wird kurz vor Erreichen des Ziels immer stärker. Beispiel: Beim Versuch, ein Glas zu greifen, zittert die Hand des Betroffenen immer extremer, je näher er dem Glas kommt. Diese Art des Zitterns ist ein Zeichen für eine Störung im Kleinhirn.
- Haltungstremor: Das Zittern in angespannter Haltung. Es tritt auf beim so genannten essentiellen erblichen Tremor, bei Muskelerschöpfung, chronischem Alkoholismus und Schilddrüsenüberfunktion.
- Zusätzlich kann das Zittern nach Ort, Frequenz und Stärke eingeteilt werden. Als feinschlägig werden kleine, aber sehr schnelle Bewegungen bezeichnet, wohingegen große, ausfahrende aber dafür seltener auftretende Zuckungen als grobschlägig bezeichnet werden.
Letzte Aktualisierung am 09.11.2009.