Der jeweilige Abstrich erfolgt in der Regel mit einem Wattetupfer, der auf einem Stiel sitzt. Als Hilfsmittel oder als eigenes Abstrichinstrument können auch Spatel oder Bürsten verwendet werden. Das sterile Instrument wird an der zu untersuchenden Fläche mit etwas Druck entlang geführt, um möglichst ausreichend Material (Zellen, Sekret, Schleim, Eiter) mitzunehmen.
Zur mikrobiologischen Diagnostik wird der Tupfer (beziehungsweise das verwendete Instrument) meist in ein steriles Röhrchen mit einer Nährlösung verfrachtet. Dieses wird verschlossen und in ein Labor geschickt.
Der zytologische Abstrich (z. B. Papanicolaou-Abstrich) wird vom Arzt auf einen Objektträger, also ein kleines Glasscheibchen für die Betrachtung unter dem Mikroskop, gebracht. Dieses wird dann dem Labor zugeführt.
Der Abstrich zur DNA-Bestimmung wird auf ähnliche Weise wie der mikrobiologische Abstrich gewonnen. Im Transportröhrchen befindet sich allerdings keine Nährlösung.
Nach der jeweiligen Laboruntersuchung wird dem Patienten das Ergebnis des Abstriches mitgeteilt. Der Arzt richtet die weitere Behandlung danach aus. Bis das Untersuchungsergebnis feststeht, dauert es meist einige Tage. Manchmal kann jedoch auch bereits nach Stunden eine Aussage getroffen werden.