Zur Transplantationsnachsorge gehören die Anwendung der Medikamente, die Untersuchungen und das Verhalten im Alltagsleben.
Die Medikamente (Immunsuppressiva und eventuell weitere Mittel) werden nach Anweisung des Arztes vom Patienten eingenommen.
Einige Kontrolluntersuchungen werden vom Patienten selbst in regelmäßigen Abständen vorgenommen. Dies sind meist die Überprüfung von Blutdruck, Herzfrequenz, Körpertemperatur und Gewicht. In der Regel müssen die Werte einmal täglich gemessen werden. Auch muss der Patient auf mögliche Symptome achten, die auf Probleme hindeuten können. Sollten sich Auffälligkeiten zeigen, so informiert der Patient den Arzt zeitnah darüber, und es können bei Bedarf weitere Maßnahmen vorgenommen werden.
Zu den vereinbarten Terminen begibt sich der Patient zur Untersuchung in die Transplantationsambulanz. Liegt die Transplantation schon länger zurück, reicht oft auch die Kontrolle durch den Hausarzt. Beim Arzt erfolgt zunächst eine Besprechung mit dem Patienten, ob z. B. auffällige Symptome aufgetreten sind. Dann werden Untersuchungen durchgeführt, neben den Routineuntersuchungen erfolgt unter anderem eine Blutentnahme. Die Blutprobe wird im Labor untersucht, z. B. auf den Spiegel der eingenommenen Medikamente. Je nach den Untersuchungsergebnissen kann es erforderlich sein, die Therapie umzustellen.
Des Weiteren können wiederkehrende Untersuchungen bei Fachärzten notwendig sein. So sollte sich der Patient zur Transplantationsnachsorge einmal im Jahr beim Hautarzt vorstellen, vor allem, um einen Hautkrebs auszuschließen, der bei Transplantierten häufiger auftreten kann. Zur Kontrolle beim Augenarzt geht der Patient ebenfalls jährlich. Dort wird insbesondere auf Veränderungen durch Cortison geachtet, es wird eine Betrachtung des Auges sowie eine Augendruckbestimmung durchgeführt. Beim Zahnarzt sollte sich der Patient im Abstand von sechs Monaten vorstellen, da sich durch die Medikamenteneinnahme Probleme ergeben können. Des Weiteren sollten Frauen alle sechs Monate zum Gynäkologen und Männer nach Anweisung zum Urologen gehen.
Der Patient sollte nach der Organtransplantation entsprechend gesundheitsbewusst leben. Auf Rauchen sollte verzichtet werden, gegen Alkohol in geringen Mengen ist nichts einzuwenden. Gewisse Hygienestandards sollten eingehalten werden. In welchem Ausmaß problemlos Sport getrieben werden kann, ist bei jedem Transplantierten unterschiedlich. Frauen können durchaus schwanger werden, es bestehen teilweise jedoch höhere Risiken als bei normalen Schwangerschaften.