Virtuelle Endoskopie - Anwendungsgebiete
Wann wird eine virtuelle Endoskopie durchgeführt?
Im Prinzip kann eine virtuelle Endoskopie vorgenommen werden, wenn auch eine herkömmliche Spiegelung (Endoskopie) angezeigt wäre. Es gibt jedoch auch einige Abweichungen von Befunden, die nicht dargestellt werden können oder die nur mit einer virtuellen Endoskopie gesehen werden können.
Besonders eignet sich die virtuelle Variante dann, wenn eine herkömmliche Endoskopie wegen Gegenanzeigen oder Schwierigkeiten nicht durchgeführt werden kann oder wenn der zu beurteilende Bereich mit dem Endoskop nicht zugänglich ist.
Die virtuelle Endoskopie ist unter anderem möglich an folgenden Organen:
- Atemwege (virtuelle Bronchoskopie, Untersuchung der Bronchien, Luftröhre, Lunge sowie Rachen, Nase und Nasennebenhöhlen)
- Magen (virtuelle Gastroskopie)
- Darm (virtuelle Koloskopie)
- Gallenwege
- Gefäße
- Hohlräume im Gehirn und um das Nervensystem herum
- Harnblase
An den Luftwegen können unter anderem Tumore (z. B. Lungenkrebs = Bronchialkarzinom) und andere Ursachen für Einengungen beurteilt werden. Auch Veränderungen in Nase und Nasennebenhöhlen können gesehen werden. In Magen und Darm kann mittels virtueller Endoskopie z. B. eine Darstellung von Tumoren (z. B. Polypen oder Karzinom) und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) erfolgen. Blutgefäße können z. B. auf Aussackungen (Aneurysmen) und Verengungen untersucht werden. Die Hohlräume, die die Nervenflüssigkeit enthalten (Liquorräume), können z. B. zur Planung von Operationen dreidimensional dargestellt werden. In der Harnblase können ebenfalls Wucherungen (z. B. Polypen) auffällig werden.
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Letzte Aktualisierung am 23.04.2009.
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