Die flexible Bronchoskopie wird meist nach der Gabe von Beruhigungsmitteln und eventueller örtlicher Betäubung, die starre Bronchoskopie meist in Vollnarkose durchgeführt. Wenn der Patient keine Narkose erhält, wird ein Betäubungsspray auf das Bronchoskop aufgebracht. Das Bronchoskop wird über den Mund in die Atemwege eingeführt, ein flexibles Bronchoskop wird sehr häufig auch über die Nase eingeschoben. Ebenfalls möglich ist das Einführen des Bronchoskops über einen chirurgisch angelegten Zugang zur Luftröhre am Hals (Tracheostoma). Der Arzt kann nun die Atemwege beurteilen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen durchführen. Am Ende des Eingriffs wird das Bronchoskop wieder herausgezogen.
Welche Komplikationen können auftreten?
Schwerwiegende Komplikationen sind bei der Bronchoskopie nur in seltensten Fällen zu erwarten. Durch den Eingriff kann es zu mechanischen Schäden an den Atemwegen oder im Mundraum kommen. Blutungen können ausgelöst werden. Durch eine Durchstoßung der Bronchienwand kann es zu einer Luftansammlung im Brustkorb (Pneumothorax) mit eventuellem Lungenkollaps kommen. Es können sich Atembehinderungen (z. B. durch Schwellungen) oder Schluckbeschwerden entwickeln. Infektionen sowie allergische Reaktionen sind möglich.
Letzte Aktualisierung am 23.03.2009.