Die Pleurapunktion wird durchgeführt, während der Patient sitzt. Die Einstichstelle wird, meist bei einer Ultraschalluntersuchung, auf der Haut markiert. An der Stelle erfolgen eine Hautdesinfektion und die Gabe einer örtlichen Betäubungsspritze. Der Arm wird angehoben, so dass die Seite des Brustkorbs gestreckt wird. Dann wird die Nadel eingeführt, bis das Ende im Pleuraspalt liegt. Die Flüssigkeit kann dann mit einer Spritze herausgezogen werden. Weitere überschüssige Flüssigkeit im Pleuraraum kann abgelassen werden. Bei Bedarf können weitere Behandlungsmaßnahmen erfolgen.
Nach der Punktion wird der Patient beobachtet, so dass mögliche Komplikationen bei der Kontrolle von Atmung, Blutdruck und Herzfrequenz auffällig werden. Gegebenenfalls ist eine Kontrolluntersuchung mittels Röntgen notwendig.
Die Punktionsflüssigkeit wird in ein Labor gebracht und dort weiter untersucht. Das Ergebnis wird dem Arzt übermittelt.
Bei einer Pleurapunktion kann es zu Verletzungen verschiedener Strukturen kommen. Blutungen und Blutergüsse können entstehen. Durch die Verletzung der Lunge kann eine Luftansammlung im Brustraum (Pneumothorax) entstehen, bei dem es zu Atemproblemen kommen kann. Auch andere Organe (z. B. Leber, Milz, Herz) können beschädigt werden. Es kann zu Narben sowie zu Infektionen kommen. Des Weiteren kann sich erneut Flüssigkeit im Pleuraspalt bilden.