Drei Zellreihen werden bei der Blutbildung grundsätzlich unterschieden: Rote Blutkörperchen (Erythrozyten, dienen dem Sauerstofftransport), weiße Blutkörperchen (Leukozyten, dienen der Abwehr) sowie Blutplättchen (Thrombozyten, dienen der Blutgerinnung).
Die Knochenmarkbiopsie mit folgender Laboruntersuchung hat ihren Nutzen zur Diagnose und Beurteilung von Erkrankungen, die dieses Blutbildungssystem betreffen. Viele solcher Störungen können allein mit dem Blutbild (Beurteilung der Blutzellen in einer herkömmlichen Blutuntersuchung) nicht genau genug untersucht werden. Der Arzt veranlasst oft eine Knochenmarkbiopsie nach einem unklaren Befund in der Blutuntersuchung.
Dies kann eine zu hohe oder zu niedrige Anzahl bestimmter Blutzellen sein, oder aber der Fund von veränderten Zellen im Blut. Krankheiten, die in der Knochenmarkbiopsie nachgewiesen oder kontrolliert werden können, sind unter anderem Anämie (Blutarmut, Mangel an roten Blutzellen), Polycythaemia vera (starke Vermehrung aller Blutzellen), Leukämie (Blutkrebs) und Lymphome sowie Metastasen (Tochtergeschwülste von anderen Ursprungstumoren) im Knochenmark.