Zur Untersuchung der Geschlechtsorgane setzt sich die Patientin auf den gynäkologischen Stuhl. Der Arzt betrachtet die äußeren Geschlechtsorgane, also die Schamlippen, den Scheidenvorhof, die Scheide sowie den Muttermund. Der Bauch wird abgetastet, um Veränderungen der Gebärmutter feststellen zu können. Über die Scheide wird der Gebärmutterhals abgetastet. Mit einer Speziallupe (Kolposkop) können zusätzlich der Muttermund und das Scheideninnere unter Vergrößerung betrachtet werden, um auch sehr kleine Auffälligkeiten feststellen zu können.
Mit einem Spatel oder einem Bürstchen wird im Rahmen dieser Untersuchungen ein gynäkologischer Zellabstrich vom Gebärmutterhals genommen (Pap-Test). Die Zellprobe wird in ein Labor zur mikroskopischen Untersuchung geschickt. Das Ergebnis des Tests wird dem Arzt dann übermittelt.
Bei Frauen ab 30 Jahren erfolgt routinemäßig eine Brustabtastung durch den Arzt. Hierbei werden Brust und Achselhöhlen auf Knoten, verhärtete Stellen und sonstige Auffälligkeiten kontrolliert. Soll eine Mammographie vorgenommen werden, so wird jede Brust einzeln zwischen zwei Scheiben eingeklemmt und dann aus zwei Richtungen geröntgt. Der Arzt betrachtet die Röntgenbilder und sucht nach verdächtigen Stellen, z. B. kleinen Verkalkungen oder Verdichtungen.