Vor dem Beginn der Abgabe von 24-Stunden-Sammelurin lässt der Patient noch einmal Harn ab, der nicht zum gesammelten Urin gehört. Dann gibt er allen Urin, den er während der 24 Stunden ausscheiden muss, in einen Sammelbehälter ab. Dieser wird beim Arzt abgegeben, der vor der weiteren Begutachtung des Harns auch die Menge notiert.
Nur in wenigen Fällen wird ein Katheter gelegt, um eine Urinprobe zu erhalten. Liegt bereits ein Katheter, so kann aus diesem vom Personal mit einer Nadel der Urin steril abgenommen werden.
Zur Blasenpunktion, die ebenfalls sehr selten zum Zweck einer Uringewinnung erfolgt, wird die Haut oberhalb des Schambeins desinfiziert und eine längere Hohlnadel eingestochen. Der Urin kann dann herausgezogen werden.
Der mit der jeweiligen Methode gewonnene Urin wird erst vom Arzt grob beurteilt. Ein Teststreifen kann in die Probe getaucht werden (für weniger als eine Sekunde), um Veränderungen orientierend festzustellen. Die Harnprobe wird oft in ein Labor gegeben, damit die weitere Analyse stattfindet. Wurden alle erforderlichen Untersuchungen durchgeführt, kann der Arzt dem Patienten das Ergebnis mitteilen und gegebenenfalls über weitere erforderliche Maßnahmen sprechen.