Vor einer Nierenbiopsie sollten Medikamente zur Hemmung der Blutgerinnung (z. B. Aspirin® oder Marcumar®) abgesetzt werden. Dazu ist die Absprache mit dem Arzt erforderlich.
Zur Nierenbiopsie liegt der Patient in der Regel auf dem Bauch. In den meisten Fällen wird die Gewebeentnahme an der rechten Niere vorgenommen, es sei denn, der fragliche Befund zeigt sich vorrangig an der linken Niere. Vor der Biopsie wird die Haut an der Einstichstelle am Rücken örtlich betäubt. Eine Ultraschalluntersuchung läuft vor und während des Eingriffes, damit der zu untersuchende Bereich der Niere genau getroffen wird. Die hohle Spezialnadel für die Biopsie wird über die Haut bis zur Niere eingeführt. Eine kleine Gewebeprobe wird herausgestanzt, die Nadel wird dann wieder herausgezogen. Die Hautstelle wird mit einem Pflaster versorgt. Manchmal sind am Untersuchungstermin mehrere Biopsien notwendig.
Eine Biopsie der Niere kann natürlich auch im Laufe einer Operation erfolgen.
Das gewonnene Gewebestückchen wird in ein Labor weitergeschickt. Dort wird es feingeweblich untersucht (Histologie), das Ergebnis wird dem Arzt beziehungsweise der Klinik mitgeteilt.