Die Blutdruckbestimmung ist eine ärztliche Routineuntersuchung und wird dementsprechend häufig durchgeführt, z. B. bereits bei Gesundheitskontrollen. Wichtig wird die Untersuchung, wenn ein Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) entdeckt oder kontrolliert werden soll. Zu hoher Blutdruck gehört zu den heutigen Zivilisationskrankheiten und kann zu weitreichenden Schäden führen. Das Heimtückische am Bluthochdruck ist jedoch, dass durch ihn selbst meist keine oder nur sehr geringe Symptome hervorgerufen werden.
Insbesondere im Zusammenhang mit weiteren Erkrankungen oder Faktoren (z. B. Diabetes mellitus, Übergewicht) kann ein über längere Zeit erhöhter Blutdruck zu Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose und Herzinsuffizienz (Herzschwäche) führen. Das Risiko für lebensbedrohliche Zustände wie z. B. einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder ein Nierenversagen steigt.
Mit der Blutdruckuntersuchung kann selbstverständlich auch ein zu niedriger Blutdruck (arterielle Hypotonie) diagnostiziert werden.
Dies kann z. B. zu Schwindel, Müdigkeit und geistiger Leistungseinschränkung führen. Weitere Schäden sind bei erniedrigtem Blutdruck nicht zu erwarten. Allerdings wird ein zu geringer Blutdruck in aller Regel auch beim Schock gemessen, also bei gefährlicher Einschränkung der Kreislauffunktion mit Minderdurchblutung in den Organen.
Letzte Aktualisierung am 12.05.2009.