Die Computertomographie am Herzen wird insbesondere als Untersuchung auf eine Koronare Herzkrankheit (KHK) durchgeführt. Bei der Koronaren Herzkrankheit (KHK) handelt es sich um Arteriosklerose der Herzkranzgefäße, also um Kalkablagerungen und Verengungen. Dies kann zu einer Minderdurchblutung des Herzens und bei einem Gefäßverschluss zu einem Herzinfarkt führen. Typisches Symptom bei der Koronaren Herzerkrankung ist die Angina pectoris (Brustenge), also ein Schmerz in der Brust mit Engegefühl.
Mit dem Herz-CT lassen sich Verkalkungen in den Herzkranzgefäßen bereits in einem frühen Stadium nachweisen. Daher wird die Untersuchung oft vorgenommen, wenn Risikofaktoren für die Koronare Herzkrankheit beziehungsweise für Arteriosklerose bestehen, z. B. Blutdruckerhöhung, Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit"), Zigarettenrauch, erhöhte Blutfettwerte sowie Arteriosklerose von Blutsverwandten. So kann das CT des Herzens dazu dienen, einem Herzinfarkt vorzubeugen beziehungsweise das Risiko zu bestimmen.
Das Herz-CT dient auch als Kontrolluntersuchung, beispielsweise nach einer Operation zur Anlage von Brückengefäßen (Bypass) oder nach Einsetzen einer inneren Gefäßschienung (Stent).
Weitere Erkrankungen, bei denen eine Computertomographie des Herzens sinnvoll sein kann, sind unter anderem Herzklappenveränderungen, angeborene Herzfehler oder Krankheiten der Aorta (Hauptschlagader), z. B. eine Gefäßwandausstülpung (Aneurysma).
Letzte Aktualisierung am 12.05.2009.