Der Langzeit-Blutdruck dient vor allem der genauen Diagnostik bei einem Bluthochdruck, kann aber auch bei niedrigem Blutdruck sinnvoll sein. Hoher Blutdruck ist ein häufiges gesundheitliches Problem in den Industrienationen und kann langfristig zu schweren Schäden an verschiedenen Organen (z. B. Herz, Niere, Gefäße) führen. Niedriger Blutdruck ist in der Regel weniger gefährlich, kann aber bestimmte Symptome (z. B. Schwindel, Müdigkeit) verursachen.
Der Langzeit-Blutdruck wird zwar nicht routinemäßig erhoben, erlaubt aber eine sehr zuverlässige und genaue Untersuchung. Ein einzelner gemessener Blutdruckwert kann abhängig von den Umständen stark vom Mittel abweichen, z. B. kann er bereits bei Aufregung zu hoch sein. Ebenfalls hängt der Blutdruck von der Tageszeit ab. Der Langzeit-Blutdruck ermöglicht eine Messung, bei der solche Fehler von vornherein nahezu ausgeschlossen werden.
So können unter anderem auch einzelne, stark erhöhte Werte erkannt werden (so genannte Blutdruckkrisen), die ansonsten wahrscheinlich nicht auffallen würden. Die Langzeit-Blutdruckuntersuchung ist daher eine spezielle Methode zur Erkennung und vor allem der Kontrolle bei Bluthochdruck. Medikamente können so eingestellt und dessen Wirkung überprüft werden. Auch kann ein zu niedriger Blutdruck entdeckt, gut beurteilt und kontrolliert werden. Des Weiteren kann im Langzeit-Blutdruck eine eventuelle Veränderung des Tag-Nacht-Rhythmus auffallen.
Letzte Aktualisierung am 13.05.2009.